Sonntag, 4. Januar 2015

Review: Will & Will (John Green, David Levithan)

Halli hallo :),
weiter geht's mit der ersten Review für dieses Jahr. Diesmal geht es um das Buch "Will & Will", welches ich irgendwann im Dezember schon gekauft aber erst jetzt gelesen habe. Meine Meinung dazu also:


Grundsätzlich dreht sich das Buch um zwei siebzehnjährige Jungen, die beide aus dem Großraum Chicago stammen und beide Will Grayson heißen.
Der eine versucht verzweifelt, möglichst wenig aufzufallen, was sich bei seinem überaus exzentrischen und schwulen besten Freund Tiny Cooper und dessen Freunde von der HUHA (Homo-Und-Hetero-Allianz) als eher schwierig gestaltet. Außerdem kann er sich nicht eingestehen, dass er in Jane, ein Mitglied der HUHA, verliebt ist.
Der andere nimmt Tabletten gegen Depressionen, pflegt eine sehr oberflächliche Freundschaft zu Mitschülerin Maura und flüchtet sich aus seiner Realität zu seiner Onlinebeziehung Isaac. Die beiden Will Graysons treffen eines Abends aufeinander, was eine Reihe diverser Ereignisse ins Rollen bringt.

Wie immer:

!SPOILERALARM!

1.)
Im Großen und Ganzen fand ich fast alle Charaktere erträglich bis total klasse. Eine Ausnahme bildet hier Tiny Cooper, den ich am Anfang und in der Mitte ziemlich nervtötend fand. Das fand ich vor allem deshalb, weil er total aufgedreht überall herumgehampelt ist, was ja bekanntermaßen zu seiner Persönlichkeit gehört...nervig war's trotzdem. Ganz besonders schlimm war, dass er durch das Musical "Hold me closer - in Liebe, euer T." ignorant und unsensibel gegenüber dem ersten Will wurde, was nicht bedeutet, dass dieser nicht auch ignorant war, aber zumindest nicht so penetrant... Trotzdem muss ich sagen, obwohl Tiny mich so angekekst hat, war er als Charakter ziemlich gut dargestellt und gegen Ende fand ich ihn auch nicht mehr so schlimm. Meine Lieblingspersonen im Buch sind dennoch die beiden Wills.

2.)
Die Romanze zwischen Will dem Zweiten und Tiny war meiner Meinung nach nicht unbedingt unnötig, aber ich wollte, dass sie schnell wieder aufhört (nein, das ist NICHT dasselbe!!!). Unnötig war sie deshalb nicht, weil es irgendwie zum Buch, zur Handlung gepasst hat. Ich weiß auch nicht, irgendwie war das, so wie ich das sehe, eine notwendige Erfahrung sowohl für Tiny als auch für Will Nr 2. Letztendlich hat sie auch dazu geführt, dass mir Tiny nicht mehr so sehr auf den Geist gegangen ist, glaube ich.
Wo wir gerade schon bei Romanzen sind, Will Nr 1 und Jane. Das ganze Hin und Her war teilweise ziemlich ermüdend. Ich mag sie, ich mag sie nicht, hey ich mag sie doch und jetzt hat sie wieder was mit ihrem Ex.....oooookay, alles klar.

3.)
Was ich ziemlich cool fand, waren die Will2-Kapitel (die von David Levithan). Da war alles kleingeschrieben und wenn etwas gesagt wurde, war das so ähnlich wie in einem Theaterstück, also einfach ein Dialog, bei dem nur vorne dran steht, wer jetzt spricht. Das hat seine pessimistische Haltung gegenüber seinen Mitmenschen, seinem Leben und überhaupt der ganzen Welt gegenüber gut zum Ausdruck gebracht.
Überhaupt fand ich, dass das ganze Buch einfach super geschrieben war, sarkastisch und humorvoll oder ernst oder traurig genau an den richtigen Stellen, aber was will man bei John Green und seinem überaus begabten Kollegen erwarten?? :)

Fazit:
Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass das Buch echt super ist. Gut geschrieben und Charaktere, von denen mich die wenigsten wirklich genervt haben. Besonders klasse fand ich, dass das Ende kein richtiger Abschluss ist, also eher ein Open End. Aber Tatsache ist auch, dass ich nach dem Buch nicht das Gefühl hatte, ihm fünf Sternchen geben zu können, zumal ich auch vergleichen muss und es an die Bücher, denen ich fünf gegeben habe, nicht ganz heran kommt. Deshalb


****

Übrigens:
Im März soll ein Ableger dieses Buches unter dem Titel "Hold Me Closer: The Tiny Cooper Story" erscheinen, die sich, wie der Titel schon sagt, auf Tinys Leben beschränkt. Das Ganze wurde im Musical-Script-Format von David Levithan verfasst.

Das war's für heute,
bis bald,
Kerstin :)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Top 10: Das Beste aus 2014

Frohes neues Jahr zusammen! :) Wie versprochen gibt's heute meine Highlights aus 2014, sprich das, was ich am meisten empfehlen kann aus der Reihe der Bücher, die ich letztes Jahr so gelesen habe.


10. "Die Kunst des Liebens" (Erich Fromm):
Zu diesem Buch habe ich mich ja schon einmal kurz geäußert und ich sehe das immer noch genau so. Wenn ein Buch dich dazu bringt, beinahe deine Haltestelle zu vergessen, ist das ein gutes Buch. Mehr habe ich auch nicht dazu zu sagen, es hat mich fasziniert und manchmal bin ich anderer Meinung, ganz klar, aber auch hier war ich froh, das Buch ausgeliehen zu haben ;).


09. "The Lord of the Rings: The Return of the King" (J. R. R. Tolkien):
"Der Herr der Ringe" hat seinen Höhepunkt ohne Frage im dritten Teil "Die Rückkehr des Königs" und dieser Höhepunkt zeigt sich meiner Meinung nach auch in der Qualität der einzelnen Teile. Den ersten finde ich ziemlich anstrengend und es passiert auch recht wenig. Im zweiten sieht es in der Hinsicht schon besser aus und im dritten geht alles Schlag auf Schlag. Das Buch ist insgesamt kürzer als die anderen aber auch das trägt dazu bei, dass es das Beste in der Reihe ist. Bei Tolkien gilt grundsätzlich: In der Kürze liegt die Würze.
Zu meinen Highlights gehört "The Return of the King" aber vor allem, weil es einfach episch ist ;).


(Das Buch ist immer noch bei meiner Schwester :(.)

08. "Die Chroniken von Narnia: Der letzte Kampf" (C. S. Lewis):
Den letzten Teil der "Narnia-Chroniken" fand ich besonders gut, weil die ganze Reihe ja immer recht kinderfreundlich (da Kinderbücher) geschrieben war und es immer irgendwie ein Happy End gab, was bei "Der letzte Kampf" zwar gewissermaßen auch so war, aber dennoch war dieser Teil eher ernst gehalten. Und das fing schon im ersten Kapitel an, besonders zeigte sich das aber am Ende und trotzdem war alles irgendwie gut.



07. "Artemis Fowl: Die Rache" (Eoin Colfer):
Der vierte Teil der "Artemis Fowl"-Reihe war meiner Meinung nach einer der Besten. Ich denke, das sehe ich deshalb so, weil dieser Teil eine Art Übergang in der Charakterentwicklung des Protagonisten Artemis bildet, der ja zunächst mehr oder weniger der Bösewicht in den Büchern war und am Ende der Reihe immer, sagen wir mal, menschlicher wird. Der Übergang zeigt also eine abgeschwächte Version beider Seiten, deshalb fand ich "Die Rache" aus der Reihe mit am besten.



06. "The Hobbit" (J. R. R. Tolkien):
Ich habe den "Hobbit" vorher schon einmal auf Deutsch gelesen, allerdings ist das erstens einen gefühlte Ewigkeit her und zweitens ist das Problem bei Tolkien, dass man seine Bücher auf Deutsch fast nicht lesen kann, so anstrengend ist das. Also habe ich letztes Jahr mal die englische Ausgabe in die Hand genommen und es war zwar trotzdem anstrengend aber viel erträglicher als auf Deutsch. Außerdem sind auf Englisch teilweise so süße Formulierungen drin, dass ich echt glücklich war, das Buch gelesen zu haben. Inhaltlich hat mich nicht wirklich viel gestört also kann ich guten Gewissens fünf Sternchen verteilen ;).


(Auch hier befindet sich das Buch bei meiner Schwester ;).)

05. "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" (C. S. Lewis):
Bei den "Chroniken von Narnia" ist der zweite Teil mit Sicherheit der Beste und auch der Bekannteste. Ich finde "Narnia" grundsätzlich einfach schön zu lesen, das zeibt sich aber, finde ich, am meisten in "Der König von Narnia". Außerdem wird hier sozusagen der Grundstein für die restlichen "Chroniken" gelegt. Und weil dieses Buch so unfassbar schön ist und ein echter Klassiker, gibt es hierfür Platz 5 :).



04.  "Divergent" (Veronica Roth):
Ich glaube, hierzu muss ich nicht mehr viel sagen, das Buch hat ja sogar seine eigene Review gekriegt ;). Ich kann nicht oft genug wiederholen, wie dankbar ich dafür bin, dass mir dieses Buch in die Hand gedrückt wurde :).



03. "Artemis Fowl" (Eoin Colfer):
Dieses Buch würde ich am liebsten die ganze Welt lesen lassen! Ich habe es wirklich geliebt, es war witzig und vor allem mal etwas anderes. Natürlich würde ich den Rest der Welt gleich mit der ganzen "Artemis Fowl"- Reihe missionieren, aber der erste ist und bleibt ein Meisterwerk an Jugendliteratur, wie ich finde.



02. "Die Auserwählten in der Todeszone" (James Dashner):
Der erste Teil der "Auserwählten"-Trilogie war schon super und hätte eigentlich auch fünf Sternchen verdient, wäre nicht die weibliche Hauptfigur gewesen, die mich dermaßen angekäst hat...egal, auch der zweite Teil war klasse und immer noch spannend. Aber meiner Meinung nach war der dritte einfach unschlagbar. Das Finale war genauso, wie ich es haben wollte ;): spannend, spektakulär und saugefährlich ;). Ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe selten das Ende einer Buchreihe so gefeiert wie dieses ;).



01. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (John Green):
Ich finde, das John Green einer der besten Autoren überhaupt ist. Im Ernst, der Mann ist ein Genie :). Sein Meisterstück ist ganz klar "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", mit dem ich gleich meine beiden besten Freundinnen bombardieren musste, die das Buch übrigens genauso toll finden wie ich :). Nachdem ich vor einiger Zeit "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde gelesen habe, war es eine Ewigkeit unangefochtener Träger des Titels: Mein Lieblingsbuch.
Nunja, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat "Dorian Gray" eiskalt auf Platz zwei geschubst ;). Mein neues Lieblingsbuch seit diesem Jahr ist also John Greens Meisterstück :).



Das war's von mir, euch weiterhin viel Spaß beim Lesen, ich melde mich bald mit einer Review wieder.
Bis dahin,
Kerstin :)

Mittwoch, 31. Dezember 2014

2014: Mein Jahresrückblick

Am letzten Tag des Jahres gibt es auch von mir einen Silvesterbeitrag :).
Dazu werde ich sämtliche Bücher aufzählen, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ich habe das ganze Jahr über jedes Mal, wenn ich ein Buch gelesen habe, den Titel auf einen Zettel geschrieben und diesen Zettel in ein kleines Gefäß gesteckt. Jetzt habe ich die Bücher ein bisschen geordnet und werde sie auflisten und wie gehabt mit einem bis fünf Sternchen bewerten. Meine persönliche 2014-TopTen, die auch etwas ausführlicher wird, gibt's dann morgen ;).


(Das ist das Gefäß, in dem die Zettelchen drin waren ;).)

Josephine Angelini
Göttlich:
- Göttlich verliebt (****)

Steve Augarde
- Der Elfenwald (*)

Dan Brown
- Illuminati (***)

Agatha Christie
- 4:50 from Paddington (**)

Cassandra Clare
Chroniken der Unterwelt:
- City of Bones (**)
- City of Ashes (*)
- City of Glass (***)
- City of Fallen Angels (**)
- City of Lost Souls (*)
The Mortal Instruments:
- City of Heavenly Fire (***)

Cassandra Clare, Maureen Johnson, Sarah Rees Brennan
- Die Chroniken des Magnus Bane (***)

Eoin Colfer
Artemis Fowl:
- Artemis Fowl (*****)
- Die Verschwörung (***)
- Der Geheimcode (***)
- Die Rache (*****)
- Die verlorene Kolonie (****)
- Das Zeitparadox (***)
- Der Atlantis-Komplex (****)
- Das magische Tor (****)

James Dashner
Die Auserwählten:
- Im Labyrinth (****)
- In der Brandwüste (****)
- In der Todeszone (*****)

James Frey
Endgame:
- Die Auserwählten (**)

Erich Fromm
- Die Kunst des Liebens (*****)

William Gladstone
- Die Zwölf: Der 2012 Roman (*)

John Green
- Eine wie Alaska (****)
- Papertowns (***)
- Das Schicksal ist ein mieser Verräter (*****)

G. E. Lessing
- Nathan der Weise (***)

C. S. Lewis
Die Chroniken von Narnia:
- Das Wunder von Narnia (***)
- Der König von Narnia (*****)
- Der Ritt nach Narnia (****)
- Prinz Kaspian von Narnia (***)
- Die Reise auf der "Morgenröte" (****)
- Der silberne Sessel (***)
- Der letzte Kampf (*****)

Antonia Michaelis
- Der Märchenerzähler (****)

F. J. Palma
Die Landkarte:
-Die Landkarte Der Zeit (****)
-Die Landkarte Des Himmels (***)

Hans Rath
- Und Gott sprach: Wir müssen reden! (****)

Rick Riordan
Heroes of Olympus:
- The Blood of Olympus (***)

Veronica Roth
Divergent:
- Divergent (*****)
- Insurgent (***)
- Allegiant (****)

Nicholas Sparks
- Mein Weg zu dir (****)

Peter Stamm
- Agnes (***)

J. R. R. Tolkien
- The Hobbit (*****)
The Lord Of The Rings:
- The Fellowship of the Ring (***)
- The Two Towers (****)
- The Return of the King (*****)

Timur Vermes
- Er ist wieder da (****)

Das macht also insgesamt 51 Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe (fast für jede Woche eines ;)). Wie gesagt, die TopTen gibt's morgen im neuen Jahr und hiermit verabschiede ich mich aus 2014 und wünsche euch allen 'nen guten Rutsch und das Beste für 2015.
Bis nächstes Jahr,
Kerstin :)

Montag, 29. Dezember 2014

Top 10: Meine Lieblingsbuchreihen

Ab jetzt werde ich immer mal wieder Top-10-Listen posten. Die erste Liste besteht aus meinen persönlichen Favoriten, was Buchreihen angeht. Ich versuche, das Ganze möglichst spoilerfrei zu halten aber selbstverständlich werde ich vorwarnen, wenn es doch mal vorkommt, dass ich wichtige Dinge vorwegnehme :).
Los geht's:


10. Die "Landkarten"-Trilogie (Félix J. Palma):
Diese Trilogie besteht aus "Die Landkarte der Zeit", "Die Landkarte des Himmels" und dem noch nicht erschienenen dritten Teil "Die Landkarte des Chaos".
Der letzte Titel trifft den Inhalt der beiden Vorgänger ziemlich gut, wie ich finde. Die Handlung ist ein wenig chaotisch und man muss viel denken, um den Faden nicht zu verlieren, aber der Schreibstil ist meiner Meinung nach einfach so genial, dass die Bücher auf jeden Fall einen Platz auf meiner Liste haben müssen. Außerdem ist es interessant, dass man die "Landkarten" nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen kann, weil irgendwie alles mehr oder weniger stark vertreten ist. Ich bin also gespannt auf Teil drei, der im Sommer 2015 erscheint.


(Wie gesagt, der dritte Teil ist noch nicht erschienen.)

09. "Die Tribute von Panem" (Suzanne Collins):
Die einzelnen Teile heißen "Tödliche Spiele", "Gefährliche Liebe" und "Flammender Zorn".
Gut, es wirkt jetzt sicher komisch, dass diese Reihe hier erwähnt wird, weil ich mich in verschiedenen Blogposts, z. B.  Divergent oder auch City of Bones ziemlich über "Panem" beschwert habe. Die Hauptkritik gilt dabei aber eher der Protagonistin Katniss Everdeen und dem eher anstrengenden Schreibstil von Suzanne Collins. Ich finde die Thematik unheimlich interessant und die Idee der Hungerspiele gefällt mir total :). Außerdem gibt es auch einige wenige Charaktere, wie beispielsweise Effie Trinket oder Haymitch Abernathy, die ich absolut klasse und super gelungen finde. Mir gefällt also im Großen und Ganzen der Inhalt der Bücher, nicht aber, wie die Ereignisse beschrieben sind, keine Ahnung warum, ich bin einfach nicht warm geworden mit dem Stil, egal, einen Platz auf der Liste gibt's trotzdem. Und noch dazu ist das eine der wenigen Buchreihen, bei denen ich mit den Verfilmungen echt glücklich bin (*hust* Percy Jackson, *hust* Narnia, ...) :).


08. Die "Göttlich"-Trilogie (Josephine Angelini):
Wieder eine Trilogie, bestehend aus "Göttlich verdammt", "Göttlich verloren" und "Göttlich verliebt".
Zugegeben, das Ganze hat mich am Anfang ein wenig an "Twilight" erinnert (ich bin NICHT der größte "Twilight"-Fan, also so gar nicht), aber ich habe nunmal eine Schwäche für griechische Mythologie :). Und nachdem die "Twilight"-Ähnlichkeiten einigermaßen überstanden waren, fand ich die Bücher auch echt gut. Mich hat auch hier die Protagonistin Helen Hamilton ein wenig genervt, aber das ist ja normal bei mir ;). Aber der Hauptgrund für das Auftauchen hier in der Liste, sind die mythologischen Einflüsse :). Dabei geht es nicht darum, immer mal wieder ein dahergelaufenes Monster abzuschlachten, sondern diese Einflüsse bilden die Hintergrundhandlung. Diese basiert im Wesentlichen auf dem Trojanischen Krieg, man bekommt also einen Einblick in ebendiese Ereignisse, was, wie ich finde, ein sehr guter Grundgedanke ist. 
Ich habe die Bücher echt gerne gelesen und finde das Ende super, nicht zu viel, nicht zu wenig Tote ;).


07. "Die Bestimmung"-Trilogie (Veronica Roth):
Was hab' ich nur mit Trilogien :D?! Egal, das Ganze setzt sich zusammen aus "Die Bestimmung", "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" und "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung".
Ich hab's allerdings auf Englisch gelesen und bin deshalb immer etwas verwirrt, wenn es um die deutschen Titel und Fraktionsnamen geht, deswegen rede ich normalerweise von "Divergent", "Insurgent" und "Allegiant" ;).
Die Stärke dieser Trilogie ist auf jeden Fall die bis ins kleinste Detail ausgearbeitete dystopische Gesellschaftsstruktur, sodass man den Verlauf des unausweichlichen Krieges gut nachvollziehen kann. Das ist Veronica Roth echt super gelungen. Was ein wenig zu kurz gekommen ist, sind meiner Meinung nach die Charaktere selbst, die waren weniger gut dargestellt, was aber vor dem genialen Hintergrund nicht weiter schlimm war. Super finde ich, dass es hier keine Dreiecksliebesgeschichte gibt, denn das hätte alles kaputt gemacht. Selten war ich so froh, eine Reihe begonnen zu haben.

(Auf dem Bild fehlen Insurgent und das Bonus-Booklet, die hat meine Freundin gerade ;D.)

06. "Die Chroniken von Narnia" (C. S. Lewis):
Hier gibt es folgende sieben Teile: "Das Wunder von Narnia", "Der König von Narnia", "Der Ritt nach Narnia", "Prinz Kaspian von Narnia", "Die Reise auf der Morgenröte", "Der silberne Sessel" und "Der letzte Kampf".
Eigentlich ist "Narnia" eine Buchreihe für Kinder, aber ich habe dieses Jahr alle Teile gelesen und finde sie super. Natürlich merkt man, dass die Reihe für Kinder geschrieben wurde, aber das macht das Ganze irgendwie süß. Und trotzdem sind gerade die letzten drei Teile eher ernst, vor allem das Ende. Diese "Chroniken" bewirken, dass man die ganzen wichtigen Geschichtsereignisse des Landes Narnia in sieben Teilen erfährt, dennoch gibt es immer Personen, die bekannt sind, so dass man sich nicht immer völlig neu einstellen muss. Alles in allem ist "Narnia" wie ein sehr gelungenes und charmantes Märchen und es ist einfach toll, sich darauf einzulassen :).


05. "Der Herr der Ringe" (J. R. R. Tolkien):
"Die Gefährten", "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs".
Dazu muss ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen: "Der Herr der Ringe" ist einfach episch! Wobei ich dazu sagen muss, dass ich lieber die Stellen mit Aragorn, Legolas und Gimli gelesen habe, weil mir irgendwann Frodo und Sam richtig auf den Keks gegangen sind. Egal, denn die Stellen mit den genannten drei Personen waren echt klasse! Nach dem ganzen Rumgeschnulze habe ich mich sogar so ein bisschen mit den Frodo-&-Sam-Teilen angefreundet ;). Der Stil ist auch hier etwas schwierig, ich musste mich erst "reinlesen" aber der Inhalt: super! Außerdem ist der Stil auf Englisch auch nicht ganz so schlimm ;).

(Sorry, ich kann leider nur die DVDs zeigen, die Bücher hat meine ältere Schwester bei sich zu Hause...)

04. "Die Auserwählten"-Trilogie (James Dashner):
Auch bekannt als die "Maze Runner"-Trilogie: "Die Auserwählten im Labyrinth", "Die Auserwählten in der Brandwüste" und "Die Auserwählten in der Todeszone".
In meinem Post zum ersten Teil habe ich ja schon einiges vorgeschwärmt :). Ich habe Teil zwei gelesen und bin jetzt am dritten dran, nachdem ich die gesamte Trilogie zu Weihnachten geschenkt bekommen habe *-*. Hierbei finde ich mit am besten, dass immer eine bestimmte Ungewissheit herrscht. Die Charaktere und auch der Leser wissen nie so ganz, was Sache ist, sondern es gibt immer nur einige wenige Bruchstücke, die auf die gesamte Wahrheit verweisen. Ich kann's echt kaum erwarten, den dritten Teil zu beenden ;). Gut gelungen ist auch, dass man sich nie wirklich entspannen kann, weil immer irgendetwas passiert. Es geht alles Schlag auf Schlag und die Charaktere werden immer schlimmeren "Variablen" ausgesetzt. Diese Dynamik und die anhaltende Spannung sind eindeutig Stärken der Reihe. Stark sind übrigens auch die meisten der Charaktere selber. Einige wenige finde ich absolut ätzend, aber das ändert nichts daran, dass diese Reihe endgeil ist ;).

(Hier fehlt der dritte Teil, den lese ich gerade selber ;).)

03. "Artemis Fowl" (Eoin Colfer):
Hier gibt es sogar acht Teile: "Artemis Fowl", "Die Verschwörung", "Der Geheimcode", "Die Rache", "Die verlorene Kolonie", "Das Zeitparadox", "Der Atlantis-Komplex" und "Das magische Tor".
Was diese Reihe so interessant macht, ist, dass, zumindest die ersten drei Teile lang, die Hauptfigur zugleich der Bösewicht ist. Hier ist das megaintelligente Verbrechergenie Artemis Fowl II der Protagonist. Er ist kalt, berechnend und gefühllos, also mal was anderes ;). Wie gesagt, die ersten drei Teile zumindest. Der Rest ist trotzdem super. Eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy ohne störende Liebesgeschichte: I like.

(Ich hätte gern den Rest auch fotografiert, aber einige Teile sind auf mysteriöse Art und Weise verschwunden...;).)

02. "Percy Jackson" und "Helden des Olymp" (Rick Riordan):
Eine fünfteilige Reihe und ihr ebenfalls fünfteiliges Spin-off, die ich immer in einem Atemzug nennen muss, weil sie so eng zusammengehören. Zu "Percy Jackson" gehören: "Diebe im Olymp", "Im Bann des Zyklopen", "Der Fluch des Titanen", "Die Schlacht um das Labyrinth" und "Die letzte Göttin". "Helden des Olymp" besteht aus "Der verschwundene Halbgott", "Der Sohn des Neptun", "Das Zeichen der Athene", "Das Haus des Hades" und dem bisher nicht auf Deutsch erhältlichen "The Blood of Olympus".
Sooo, nach einem etwas längeren Vorstellen, der Reihe(n) kommt jetzt der eigentliche Kommentar ;). Ich hab's vielleicht schon mal erwähnt, ich liebe die "Percy Jackson"-Reihe. Ich bin total Fan von der sarkastischen und humorvollen Schreibweise und den Dialogen. Ich habe mich manchmal echt fast totgelacht. Ich liebe es, dass sich das Ganze um die griechische Mythologie dreht :). Und ausnahmsweise habe ich kein Problem mit der weiblichen Hauptfigur Annabeth Chase. Ich liebe die Charaktere und vor allem deren Entwicklung und ich liebe es, dass Rick Riordan immer neue Mythen ausgekramt und zum Besten gegeben hat. Das Ende von "Percy Jackson" fand ich super, es war ein Schlussstrich aber trotzdem ein Open End mit kleinem Cliffhanger. Fragt mich nicht, wie das möglich ist, es ist so ;).
Die Nachfolgeserie "Helden des Olymp" hat stark angefangen mit neuen Charakteren, die alle auch ihre Qualitäten haben (*Leo*) und auch die Teile zwei bis vier waren noch super wegen der bereits oben genannten Gründe einerseits, wegen der Einbeziehung römischer Mythologie und der Spannung durch die Prophezeiung andererseits. Diese Prophezeiung erfüllt sich dann schließlich im letzten Teil "The Blood of Olympus", allerdings ziemlich anders, als ich es erwartet hätte und vor allem, ich will nicht zu viel verraten, erscheint mir der Titel rückblickend etwas lächerlich. Es handelt sich also um eine äußerst gelungene Ausgangsreihe und ein fast genauso gutes Spin-off mit aber eher schwachem Finale. Trotzdem Platz zwei, weil der Rest einsame Spitze ist :).


(Das Bild ist schon älter, da war "The Blood of Olympus" noch nicht erschienen; meine Freundin hatte zu der Zeit "The House of Hades" und "Das Zeichen der Athene" war bei einer anderen Freundin ;D.)

01. "Harry Potter" (Joanne K. Rowling):
Wer hätte das gedacht?! ;) Sieben Teile hat diese Reihe: "Der Stein der Weisen", "Die Kammer des Schreckens", "Der Gefangene von Askaban", "Der Feuerkelch", "Der Orden des Phönix", "Der Halblutprinz" und "Die Heiligtümer des Todes".
"Harry Potter" ist meine absolute Lieblingsbuchreihe. Ich könnte alle Bücher in Dauerschleife lesen. Ich mag fast jeden der Charaktere oder zumindest hasse ich niemanden abgrundtief und bei mir will das schon was heißen ;). Ich mag die Guten genau so gern wie die Bösen und wenn ich mich auf eine Lieblingsperson festlegen müsste, würde das eine kilometerlange Liste ergeben. Besonders cool finde ich, dass durch eine Studie festgestellt wurde, dass Fans von "Harry Potter" insgesamt toleranter sind. Ob das an der Verarbeitung des Nazi-Regimes (Stichwort: Reinblüter) liegt, weiß ich nicht, kann aber gut sein. Damit wären wir am nächsten Punkt: Der zweite Weltkrieg und das, was dazu führt, wird stark thematisiert, aber nicht so, dass die Geschichte darunter leidet, sondern in die Handlung und den Rahmen eingearbeitet. Was mich aber am allermeisten an "Harry Potter" fasziniert ist, dass ich, wann immer ich eins der Bücher in die Hand nehme, ein Gefühl habe, als würde ich nach Hause kommen. Ich kenne jedes einzelne auswendig und trotzdem lasse ich mich immer wieder darauf ein :). Dafür also meinen Platz eins.

(Hier fehlen nur Teil eins und zwei auf Englisch ;).)



Welche Reihen es nicht in die Top 10 geschafft haben:

Die "Kluftinger"-Krimis (Volker Klüpfel, Michael Kobr):
"Milchgeld", "Erntedank", "Seegrund", "Laienspiel", "Rauhnacht", "Schutzpatron", "Herzblut" und "Grimmbart", auch bekannt als die einzigen Krimis, die ich mag ;).

"Eragon" (Christopher Paolini):
"Das Vermächtnis der Drachenreiter", "Der Auftrag des Ältesten", "Die Weisheit des Feuers" und "Das Erbe der Macht", hier war mir der Schreibstil viel zu anstrengend, ich mag die Handlung trozdem :).

Die "Edelstein"-Trilogie (Kerstin Gier):
"Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün", etwas viel Geschnulze aber coole Idee :).

Die "Langdon"-Thriller (Dan Brown):
"Illuminati", "Sakrileg", "Das verlorene Symbol" und "Inferno" superspannend aber manchmal zu viel Info an ungünstigeren Stellen.

Die "Sommerlicht"-Serie (Melissa Marr):
"Gegen das Sommerlicht", "Gegen die Finsternis", "Für alle Ewigkeit", "Zwischen Schatten und Licht" und "Aus dunkler Gnade", hab' ich ganz gern gelesen, mehr aber auch nicht, vor allem war der vierte Teil eine Qual.

"Chroniken der Unterwelt" (Cassandra Clare):
"City of Bones", "City of Ashes", "City of Glass", "City of Fallen Angels", "City of Lost Souls" und "City of Heavenly Fire", bis auf Band 3 und 6 nicht wirklich gut, aber trotzdem wurde ich süchtig und hab's zu Ende gelesen...

Das war's auch schon wieder :)
Bis bald,
Kerstin :)

Samstag, 27. Dezember 2014

Review: Endgame - Die Auserwählten (James Frey)

Hallo zusammen :),
nach dem Weihnachtsstress komme ich jetzt auch wieder dazu, etwas zu posten. Auch dieses Buch habe ich mir wie Maze Runner von meiner Schwester ausgeliehen. "Die Auserwählten" markiert den ersten Teil einer Trilogie, deren Rest aber erst noch erscheinen wird. Darüber bin ich aber eigentlich ganz froh, denn dadurch habe ich zwischen den Phasen, in denen ich "Endgame" lesen muss (ich MUSS wirklich, einmal angefangen, kann ich nicht mehr aufhören, schlimme Sache ;)...) ein bisschen Pause, und die brauche ich, warum, seht ihr unten:




Als zwölf Meteoriten an unterschiedlichen Orten der Welt einschlagen, wissen die zwölf Auserwählten: Endgame hat begonnen. Endgame, das Spiel um das Ende der Welt. Nur einer der Auserwählten wird das Ganze überleben und seine Familie und Freunde retten können. Die Spieler, die unterschiedlichen alten Stämmen angehören, versammeln sich nach Anpfiff des Spiels in China, wo sie von einem außerirdischen Wesen, das sich zusammen mit anderen gottgleichen Aliens Endgame ausgedacht hat, über das weitere Vorgehen informiert werden: Es müssen drei Schlüssel gefunden werden, um Endgame gewinnen zu können. Für den ersten Schlüssel erhält jeder Spieler seinen eigenen Hinweis, der ihn zum Fundort bringen soll. An verschiedenen Orten treffen die Spieler immer wieder mit Mord und Totschlag aufeinander...

Same procedure as every time:


!SPOILERALARM!

1.)
Im Prinzip, finde ich, hat die Idee was. Es geht zwar wie so oft um marionettenähnliches Spielen mit Menschen, aber diesmal war die Perspektive nicht nur auf eine dieser "Marionetten" gerichtet. Jeder, oder fast jeder, der Spieler ist einmal zu Wort gekommen, so gab es viele verschiedene Sichtweisen auf Endgame: Baitsakhan, der einfach um jeden Preis töten will, weil er die Regeln nicht verstanden hat; An, der aus Rachegelüsten morden will; Shari, die mit dem Ganzen nichts zu tun haben will...das war auch mal ganz interessant.

2.)
Trotz dieser Verteilung der Perspektiven hat sich James Frey aber ziemlich auf die Amerikanerin Sarah Alopay und den Peruaner Jago Tlaloc fixiert, die eigentlich das ganze Buch lang nichts anderes tun, als naiv und völlig rücksichtslos auf sich selbst in der Weltgeschichte rumzulaufen, nur um am Ende die erste Etappe von Endgame für ihr Nichtstun zu gewinnen. Aaaaahja!
Besonders genervt hat mich dabei, dass alle anderen davon geschwärmt haben, wie gefährlich Sarah und Jago doch sind, als ausgebildete Killer und so. Erstens, das sind sämtliche Spieler!! Zweitens, wie gesagt, wenn sie dumm genug sind, auf Passagierlisten in Flugzeugen aufzutauchen und einen Chip im Nacken (und einen nicht gerade kleinen) beim Abtasten(!) zu entdecken, würde ich mir als Spieler keine Sorgen machen.

3.)
Darüber hinaus fand ich die Liebesgeschichte zwischen, Überraschung, Sarah und Jago, absolut überflüssig. Das war nervig und unnötig und hat zu allem Überfluss auch noch zu einer Dreiecksgeschichte geführt, denn selbstverständlich ist Sarahs amerikanischer Freund blind vor Liebe seiner Angebeteten über die halbe Welt gefolgt, wundert sich, warum alle ihn umbringen wollen und ist natürlich eifersüchtig auf seinen peruanischen Konkurrenten, mit dem er jetzt mindestens 40% wenn nicht sogar mehr des ganzen Buches um Sarahs Gunst wetteifert. Ja guuuut, kein amerikanischer Roman ohne anständiges Liebesdreieck, nicht wahr??

4.)
Das Ganze hat das Buch insgesamt also ziemlich langwierig gemacht. Schneidet die Amerikanerin und den Peruaner raus und das Buch verliert gut zwei Drittel seines ganzen Inhalts. Es wäre einfach zu lesen gewesen, wenn ich nicht so gelangweilt gewesen wäre. Einziger Lichtblick waren die Kapitel von anderen, eher unbedeutenden Spielern, wie der Australierin Alice Ulapala. Diese seltenen Passagen habe ich sogar ganz gern gelesen, einfach weil mir dadurch der Rest vom Hals blieb.
Was die Lektüre allerdings die ganze Zeit eher schwierig gemacht hat, waren Sätze wie folgende: "Das ist Endgame.", "Endgame hat begonnen.", "Wir sind ihre Spieler." und so weiter. Würde man solche Sätze zählen, wäre es vergleichbar mit der Häufigkeit des Namens "Harry" in "Harry Potter".

Fazit:
Alles in allem: Ich fand das Buch nicht allzu überragend. Wie gesagt, ich bin froh, dass ich vor dem nächsten Teil noch eine Weile Pause habe, in der ich mich anderen Büchern widmen kann, weil "Endgame" mir einfach zu anstrengend ist. Es wäre besser gewesen, wenn James Frey sich nicht so sehr in diese Dreiecksgeschichte verrannt und somit ein paar Seiten weniger geschrieben hätte. Vielleicht hätten die anderen Spieler auch etwas mehr Beachtung verdient, mehr als nur ein oder zwei Kapitel. Was allerdings ziemlich erfrischend und vor allem realistisch war: dass abwechslungsweise auch mal ein paar wichtige (und für mich vor allem nervtötende) Charaktere gestorben sind. Gibt's sonst eher selten.


**

Übrigens:
Das Ganze soll von 20th Century Fox verfilmt werden. Werde ich mir den Film antun?? Mal sehen...

Das war's dann auch wieder :)
Bis bald :)
Kerstin