Samstag, 27. Dezember 2014

Review: Endgame - Die Auserwählten (James Frey)

Hallo zusammen :),
nach dem Weihnachtsstress komme ich jetzt auch wieder dazu, etwas zu posten. Auch dieses Buch habe ich mir wie Maze Runner von meiner Schwester ausgeliehen. "Die Auserwählten" markiert den ersten Teil einer Trilogie, deren Rest aber erst noch erscheinen wird. Darüber bin ich aber eigentlich ganz froh, denn dadurch habe ich zwischen den Phasen, in denen ich "Endgame" lesen muss (ich MUSS wirklich, einmal angefangen, kann ich nicht mehr aufhören, schlimme Sache ;)...) ein bisschen Pause, und die brauche ich, warum, seht ihr unten:




Als zwölf Meteoriten an unterschiedlichen Orten der Welt einschlagen, wissen die zwölf Auserwählten: Endgame hat begonnen. Endgame, das Spiel um das Ende der Welt. Nur einer der Auserwählten wird das Ganze überleben und seine Familie und Freunde retten können. Die Spieler, die unterschiedlichen alten Stämmen angehören, versammeln sich nach Anpfiff des Spiels in China, wo sie von einem außerirdischen Wesen, das sich zusammen mit anderen gottgleichen Aliens Endgame ausgedacht hat, über das weitere Vorgehen informiert werden: Es müssen drei Schlüssel gefunden werden, um Endgame gewinnen zu können. Für den ersten Schlüssel erhält jeder Spieler seinen eigenen Hinweis, der ihn zum Fundort bringen soll. An verschiedenen Orten treffen die Spieler immer wieder mit Mord und Totschlag aufeinander...

Same procedure as every time:


!SPOILERALARM!

1.)
Im Prinzip, finde ich, hat die Idee was. Es geht zwar wie so oft um marionettenähnliches Spielen mit Menschen, aber diesmal war die Perspektive nicht nur auf eine dieser "Marionetten" gerichtet. Jeder, oder fast jeder, der Spieler ist einmal zu Wort gekommen, so gab es viele verschiedene Sichtweisen auf Endgame: Baitsakhan, der einfach um jeden Preis töten will, weil er die Regeln nicht verstanden hat; An, der aus Rachegelüsten morden will; Shari, die mit dem Ganzen nichts zu tun haben will...das war auch mal ganz interessant.

2.)
Trotz dieser Verteilung der Perspektiven hat sich James Frey aber ziemlich auf die Amerikanerin Sarah Alopay und den Peruaner Jago Tlaloc fixiert, die eigentlich das ganze Buch lang nichts anderes tun, als naiv und völlig rücksichtslos auf sich selbst in der Weltgeschichte rumzulaufen, nur um am Ende die erste Etappe von Endgame für ihr Nichtstun zu gewinnen. Aaaaahja!
Besonders genervt hat mich dabei, dass alle anderen davon geschwärmt haben, wie gefährlich Sarah und Jago doch sind, als ausgebildete Killer und so. Erstens, das sind sämtliche Spieler!! Zweitens, wie gesagt, wenn sie dumm genug sind, auf Passagierlisten in Flugzeugen aufzutauchen und einen Chip im Nacken (und einen nicht gerade kleinen) beim Abtasten(!) zu entdecken, würde ich mir als Spieler keine Sorgen machen.

3.)
Darüber hinaus fand ich die Liebesgeschichte zwischen, Überraschung, Sarah und Jago, absolut überflüssig. Das war nervig und unnötig und hat zu allem Überfluss auch noch zu einer Dreiecksgeschichte geführt, denn selbstverständlich ist Sarahs amerikanischer Freund blind vor Liebe seiner Angebeteten über die halbe Welt gefolgt, wundert sich, warum alle ihn umbringen wollen und ist natürlich eifersüchtig auf seinen peruanischen Konkurrenten, mit dem er jetzt mindestens 40% wenn nicht sogar mehr des ganzen Buches um Sarahs Gunst wetteifert. Ja guuuut, kein amerikanischer Roman ohne anständiges Liebesdreieck, nicht wahr??

4.)
Das Ganze hat das Buch insgesamt also ziemlich langwierig gemacht. Schneidet die Amerikanerin und den Peruaner raus und das Buch verliert gut zwei Drittel seines ganzen Inhalts. Es wäre einfach zu lesen gewesen, wenn ich nicht so gelangweilt gewesen wäre. Einziger Lichtblick waren die Kapitel von anderen, eher unbedeutenden Spielern, wie der Australierin Alice Ulapala. Diese seltenen Passagen habe ich sogar ganz gern gelesen, einfach weil mir dadurch der Rest vom Hals blieb.
Was die Lektüre allerdings die ganze Zeit eher schwierig gemacht hat, waren Sätze wie folgende: "Das ist Endgame.", "Endgame hat begonnen.", "Wir sind ihre Spieler." und so weiter. Würde man solche Sätze zählen, wäre es vergleichbar mit der Häufigkeit des Namens "Harry" in "Harry Potter".

Fazit:
Alles in allem: Ich fand das Buch nicht allzu überragend. Wie gesagt, ich bin froh, dass ich vor dem nächsten Teil noch eine Weile Pause habe, in der ich mich anderen Büchern widmen kann, weil "Endgame" mir einfach zu anstrengend ist. Es wäre besser gewesen, wenn James Frey sich nicht so sehr in diese Dreiecksgeschichte verrannt und somit ein paar Seiten weniger geschrieben hätte. Vielleicht hätten die anderen Spieler auch etwas mehr Beachtung verdient, mehr als nur ein oder zwei Kapitel. Was allerdings ziemlich erfrischend und vor allem realistisch war: dass abwechslungsweise auch mal ein paar wichtige (und für mich vor allem nervtötende) Charaktere gestorben sind. Gibt's sonst eher selten.


**

Übrigens:
Das Ganze soll von 20th Century Fox verfilmt werden. Werde ich mir den Film antun?? Mal sehen...

Das war's dann auch wieder :)
Bis bald :)
Kerstin

Sonntag, 14. Dezember 2014

Review: Die Auserwählten im Labyrinth (James Dashner)

Halli Hallo :),
heute gibt's wieder 'ne Review von mir. Diesmal über das Buch "Die Auserwählten im Labyrinth" von James Dashner, das mittlerweile auch unter dem Originaltitel "The Maze Runner" bekannt ist. Ich wollte es schon seit einer Ewigkeit lesen, bin aber nie dazu gekommen, zumal ich auch durch meinen doch sehr hohen Bücherverschleiß chronisch pleite bin ;). Naja, jedenfalls hat sich meine Schwester, die gerade finanziell etwas besser dasteht als ich, den ersten und zweiten Teil der Trilogie angeschafft. Und wie ich halt so bin, hab' ich sie mir dann auch gleich ausgeliehen und was daraus geworden ist...:



Das Einzige, woran Thomas sich erinnern kann, ist sein Vorname. Er hat keine Ahnung wo er herkommt, wer seine Familie und Freunde sind und vor allem, warum er plötzlich auf der "Lichtung" ist. So wird der Ort, an dem er sich befindet, von den anderen "Lichtern" genannt. Um die Lichtung herum befindet sich ein riesiges Labyrinth, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt, denn seit zwei Jahren suchen die sogenannten Läufer vergeblich einen Ausweg und müssen dafür täglich ihr Leben auf's Spiel setzen, denn außerhalb der Lichtung hausen Monster, die "Griewer", die alles ausschalten, was ihnen in die Quere kommt. Jetzt liegt es vor allem an Thomas, herauszufinden, was es mit dem Labyrinth auf sich hat, ob es einen Ausgang gibt, wo dieser sich befindet und vor allem, warum die Lichter dort hin gekommen sind...

Dieselbe Prozedur wie jedes Mal:

!SPOILERALARM!

1.)
Das Buch ist total spannend. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich musste unbedingt immer weiterlesen. Ich wollte wissen, was jetzt eigentlich los ist, wer da mit den Leben der Lichter spielt und ob Thomas sich irgendwann erinnern kann. Und im Prinzip bin ich sogar rückblickend froh, dass er sich durch einen Stich von einem Griewer nur teilweise erinnern kann, weil das die Spannung sogar bis nach dem Ende aufrecht erhält. Während ich gelesen habe, fand ich das natürlich nicht so geil, denn ich wollte ja alles wissen...naja man kann nicht alles haben ;). Und die Erinnerungen haben ja immerhin ausgereicht, um den Ausgang zu finden.

2.)
Den Grund, warum die Jungs ins Labyrinth gekommen sind, fand ich auch ziemlich cool, gerade dadurch, dass diese Dystopiegeschichten gerade ziemlich bekannt sind (vgl. "Die Tribute von Panem", Die Bestimmung und so Sachen...). Es gibt dabei immer irgendeine Obrigkeit (vgl. "das Capitol", "the Bureau of Genetic Welfare" [keine Ahnung, wie's auf Deutsch heißt], ...), in diesem Fall ANGST: Abteilung Nachepidemische Grundlagenforschung - Sonderexperimente Todeszone. ANGST benutzt das Labyrinth und die Griewer als sogenannte Variablen, um herauszufinden, wie die Lichter in bestimmten Situationen reagieren und das finde ich unheimlich interessant. Gut, die haben echt nicht mehr alle Nadeln an der Tanne, aber auf die Idee kommt auch nicht jeder.

3.)
Das Ende! Mal wieder ein Cliffhanger Deluxe. Vor allem, weil im letzten(!) Kapitel wirklich alles in bester Ordnung war, alle waren in Sicherheit und es ging den meisten zumindest (Chuck :'( sei mal außen vorgelassen) gut. Und dann, nachdem das Buch schon praktisch vorbei war, schiebt James Dashner noch einen Epilog nach. Gut, ich mag Epiloge unheimlich gern, weil sie bestimmen, ob die Geschichte zu Ende ist oder nicht, aber der hier hat sich echt gewaschen. Es wird gesagt, dass die "Rettung" eigentlich auch nur eine weitere Variable war und es noch ganz und gar nicht vorbei ist. Und abgesehen von dem Cliffhanger, gibt es immer noch die Gedächtnisproblematik, mit anderen Worten: Ich MUSSTE weiterlesen! Um jeden Preis. Gott sei's gedankt, dass der zweite Teil nicht weit weg lag...:)

4.)
Thomas selbst fand ich irgendwie niedlich. Er hat mich ein bisschen an Percy Jackson in "Diebe im Olymp" (Rick Riordan) erinnert (und ich liebe die Percy-Jackson-Reihe über alles), völlig ohne Plan, trotzdem mutig und loyal seinen Freunden gegenüber und manchmal etwas schwer von Begriff, I like ;). Alle anderen Charaktere waren auch echt super gelungen und meiner Meinung nach hatten alle ihre Berechtigung, im Buch anwesend zu sein...mit Ausnahme von einer Person: Teresa.
Im Ernst, was hat die da bitte verloren?! So was Unnötiges...außerdem hat mich ihre Art richtig angekäst, ich meine, die taucht da einfach auf und kommandiert alle herum als wäre sie der Big Boss und selbstverständlich hat sie auch die meiste Ahnung von allem und überhaupt kann sie alles besser. Echt jetzt?!

Fazit:
Abgesehen davon war das Buch echt gut. Ich konnte es fast nicht mehr weglegen, gerade dadurch, dass der Leser praktisch nie eine Pause inmitten der Ereignisse hat. Es geht alles immer Schlag auf Schlag und mir ist klar, dass manche damit gar nicht zurechtkommen, weil sie sich beim Lesen lieber entspannen wollen, aber für mich war das die letzte Woche über genau das Richtige. Außerdem fand ich die Idee mit dem Labyrinth einfach klasse, und dass das Ganze ein großes menschenverachtendes Experiment darstellen soll...Ich kann es kaum erwarten, den dritten und letzten Teil zu lesen :). Abzug gibt's nur für Teresa.

****
Übrigens:
Der Film "Maze Runner" kommt am 27. Februar 2015 (zwei Tage nach meinem Geburtstag, *yay*) auf DVD und Blu-Ray raus :).

Das war's von mir heute, bis bald,
Kerstin :)

Sonntag, 23. November 2014

Review: Agnes (Peter Stamm)

Das Abitur naht! Bei mir ist es 2016 soweit und deswegen geht es im Deutschunterricht schon mit der ersten der drei Pflichtlektüren los: Agnes.
Selbstständig gelesen wurde es von mir und den meisten Schülern meiner Stammgruppe während der letzten zwei bis drei Wochen, sodass wir uns schonmal eine Meinung zum Buch bilden konnten. Tatsächlich bestand dann eine der ersten Aufgaben, die wir im Unterricht gemacht haben, darin, seine Meinung in Form einer Rezension aufzuschreiben, sprich: die perfekte Aufgabe für mich :). Und weil meine beste Freundin keinen Senf wollte, gibt's jetzt wie versprochen mein Ketchup dazu ;):



Das Buch dreht sich um zwei Personen: den (namentlich unbekannten) Ich-Erzähler und, wer hätte es gedacht, Agnes. Die beiden lernen sich in der Chicago Public Library kennen, er recherchiert für ein Buch über Luxuseisenbahnwagen, sie für ihre Doktorarbeit in Physik. Sie treffen sich und werden ein Paar. Agnes bittet den Erzähler, ihre Liebesgeschichte in Form eines Romans aufzuschreiben. Das macht er dann auch; mit dem kleinen Haken, dass er mit der Geschichte schnell in der Gegenwart ankommt, also in der Zukunft weiterschreiben "muss". Die beiden leben schließlich nur noch nach und in der Geschichte, die Realität wird fast vollständig ersetzt.

Nicht, dass es hier wichtig wäre, aber trotzdem


!SPOILER-ALARM! 

1.)
Schullektüren sind ja meist mit eher mäßig Lust aufs Lesen verbunden. Hier fängt es schon im ersten Kapitel an: Der überaus motivierende (Sarkasmus *off*) erste Satz: "Agnes ist tot." Gut, danke für's Gespräch. Tatsache ist, dass dadurch die eigentliche Story in eine Rahmenhandlung eingebettet ist, nämlich wie der Erzähler von sich und Agnes erzählt, was dazu führt, dass das erste und das letzte Kapitel echt deprimierend sind.

2.)
Was aber ganz cool ist, ist die Tatsache, dass über Agnes' "Tod" praktisch nichts berichtet wird, ergo der Leser gar nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sie wirklich tot ist, sie kann sich auch einfach nur stark verändert haben, oder sie ist "für den Erzähler gestorben", weil sie ihn verlassen hat. Rätselraten nach der Lektüre, witzig.

3.)
Sowohl Agnes selbst als auch den Ich-Erzähler fand ich ziemlich zum Kotzen. Lag vermutlich daran, dass beide leicht depressive Züge zeigen und trotz ihrer offensichtlichen Beziehungsunfähigkeit versuchen, normal zusammen zu sein. Dazu kommt, dass Agnes einfach vor allem und jedem Angst hat, ich meine, die Klimaanlage?! Der Erzähler ist auch nicht besser, mal ehrlich, wenn er merkt, dass sie nur nach der Geschichte lebt, die er schreibt, dann ist es vielleicht nicht die beste Idee, über ihren Selbstmord zu schreiben...Außerdem halte ich es auch für nicht gerade aufbauend, auf die Aussage von Agnes "Ich bin schwanger." zu antworten "Ich kann kein Kind gebrauchen." Was für ein charmanter Typ.

4.)
Man muss dem Buch aber zugute halten, dass es, obwohl total kaputt, einfach geschrieben ist, ein bisschen wie eine Kurzgeschichte (nicht, dass ich diese mögen würde, Stichwort: "Die Kirschen"). Außerdem soll es unter den Abiturlektüren "Agnes", "Homo Faber" (Max Frisch, der Typ von "Andorra") und "Dantons Tod" (Georg Büchner, alias Kafka 2.0) die erträglichste sein, und auch ich muss sagen, dass ich schon schlimmere Lektüren lesen musste.

Fazit:
Durch den einfachen Schreibstil von Peter Stamm und die unaufgeregte Geschichte habe ich das Buch als lesbar empfunden. Für eine Lektüre war es ok, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es freiwillig gelesen hätte und selbst wenn, hätte ich gesagt, dass sich der Kauf nicht lohnt, weil es einfach stellenweise echt gestört ist, zumal der Erzähler ja mit Agnes' Leben spielt, was schon ein wenig krank ist. Aber ich finde, dass man hier ganz gut sehen kann, wie äußere Umstände (hier: Pflichtlektüre) das Urteil über ein Buch verändern können.

***

Übrigens:
Anscheinend soll "Agnes" verfilmt werden und in diesem Fall wird der namenlose Erzähler wahrscheinlich "Walter" heißen - so wie der Protagonist in Max Frischs "Homo Faber". Zufall?!

Macht's gut,
Kerstin :)

Montag, 27. Oktober 2014

Review: Divergent (Veronica Roth)

Nach meinen Erfahrungen mit City of Bones oder auch mit "Die Tribute von Panem" war ich nicht so begeistert von der Idee, mir "Divergent" (dt. "Die Bestimmung"), also noch mehr Mainstream-Jugendliteratur, reinzuziehen. Dann hat eine Freundin von mir mich gewissermaßen dazu gezwungen und was dabei herausgekommen ist, nunja, hier kommt's:



"Divergent" spielt im Chicago der Zukunft. Die Gesellschaft ist aufgeteilt in 5 verschiedene "Factions" (dt. Fraktionen): "Abnegation" (dt. Altruan), "Amity" (dt. Amite), "Candor", "Dauntless" (dt. Ferox) und "Erudite" (dt. Ken). Diese Fraktionen stellen jeweils unterschiedliche Charakterzüge und Werte (Selbstlosigkeit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Mut, Intelligenz) an oberste Stelle und richten ihr Leben danach aus.
Die 16-jährigen in dieser Gesellschaft, zu denen auch Beatrice Prior gehört, müssen sich einem Eignungstest unterziehen, der sagen soll, welche Fraktionen am Besten zu ihnen passt, und sich am Tag danach für eine entscheiden. Der Test gibt im Idealfall nur ein eindeutiges Ergebnis, bei Beatrice allerdings nicht, bei ihr gibt es drei ("Abnegation", "Dauntless", "Erudite"). Menschen wie sie werden "Divergent" (dt. Unbestimmte) genannt und dürfen unter keinen Umständen ihre Identität preisgeben, da sie anscheinend eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Beatrice entscheidet sich, in der Hoffnung, dort sicher zu sein, für Dauntless, wo sie sich durch eine harte Initiation kämpfen muss.

Wie immer ab hier:


!SPOILER-ALARM!

1.)
Tris hat mich am Anfang ziemlich an Katniss von "Die Tribute von Panem" erinnert; das lag allerdings vielleicht einfach nur daran, dass ich mir bei der Erzählperspektive (Ich-Erzähler, Präsens) schon gedacht habe: "Um Gottes Willen, nicht schon wieder!"
Auf jeden Fall war das eine unbegründete Sorge, denn es hat sich herausgestellt, dass Tris überaschenderweise ein weiblicher (Haupt-)Charakter ist, den ich nicht auf den Scheiterhaufen werfen möchte! Um bei dem Vergleich mit Katniss zu bleiben, die finde ich weitaus nerviger und mich hat es mittelmäßig angekotzt, dass sie ab der Hälfte des zweiten Bandes nur noch in Selbstmitleid gebadet hat, was bei Tris absolut nicht so war, und das die ganze Trilogie durch (die kleine Episode mit Will lassen wir mal außen vor).
Außerdem fand ich ihre Entwicklung spannend, zumal sie ja eigentlich (glücklicherweise, kann man sagen) in keine der Fraktionen so richtig hineinpasst. Trotzdem hat sie es irgendwie geschafft, zu den Dauntless dazuzugehören, zumindest bis alles aus dem Ruder lief und in totales Chaos ausgebrochen ist (Dankeschön, Erudite).

2.)
Zu Four kann ich nicht viel sagen, er hat mich jetzt nicht gestört, aber wirklich positiv aufgefallen ist er meiner Meinung nach auch nicht (liegt wahrscheinlich daran, dass ich ausnahmsweise nicht krampfhaft versucht hab', die Hauptperson zu verdrängen...). Aber ich muss unbedingt darauf hinweisen, dass mein ganzes Gerate über seine Person (richtiger Name, "Divergent", Spitzname) komplett richtig war :), weswegen ich jetzt total stolz auf mich bin ;). Japp, das hat mein Ego gepusht ;).

3.)
Am Anfang dachte ich, ich hätte es mit einer Mischung aus "Die Tribute von Panem" und "Harry Potter" zu tun, wofür ich mich jetzt beim Buch und der Autorin entschuldigen möchte. Vergleiche mit anderen Büchern wären nicht gerechtfertigt, weil "Divergent" für sich alleine gut ist :). Außerdem, wenn wir mal ehrlich sind, kann man jedes Buch so drehen und wenden, dass man es mit "Harry Potter" vergleichen kann...
Allerdings war es am Anfang für mich etwas schwer, mich zurechtzufinden, ich hätte zum Beispiel gerne gewusst, wie die Fraktionen überhaupt entstanden sind oder Ähnliches, wobei das eher irrelevant ist, weil sich in Teil 3 "Allegiant" alles aufdröselt und man alles irgendwie nachvollziehen kann. Mein Orientierungsproblem war allerdings auch schon in Teil 1 so ab Kapitel 6 ungefähr nicht mehr so problematisch, weil ja genug anderes passiert ist, sodass ich mir über den Zaun, die Fraktionen und die Außenwelt weniger Sorgen gemacht habe; aber wie gesagt, wer an der Trilogie dran bleibt, versteht irgendwann alles.

4.)
Das Ende war einfach klasse. Ich war gerade so schön in meinem Lesefluss, Friede-Freude-Eierkuchen, Aufnahme geschafft, alles wunderbar...oder halt auch nicht. Das Ende hat nochmal zusätzlich Action reingebracht und es sind recht viele Leute gestorben (meist erschossen), demnach habe ich fast vergessen, dass noch zwei sicherlich nicht weniger friedliche Bücher folgen. Und ich finde es gut, dass Veronica Roth ihre Charaktere nicht allzu zärtlich behandelt, es gibt Bücher von anderen Autoren, denen es gut tun würde, wenn mal jemand sterben würde, weil sonst einfach die ganze Spannung draußen ist und das ist hier sicher nicht passiert. 

Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Ohne Spaß, ich liebe es :). Ich danke meiner Freundin, dass sie mich gezwungen hat, "Divergent" zu lesen. Das Konzept mit den Fraktionen ist auf jeden Fall originell und außerdem bringt es den Leser dazu, darüber nachzudenken, was wichtig ist und was den Menschen ausmacht und das verpackt in so einer actiongeladenen Story: Daumen nach oben!

*****

Übrigens:
Von "Divergent" kann ich die Verfilmung nur empfehlen, zumal Tris von Shailene Woodley gespielt wird, einer der drei Schauspielerinnen, die ich mag ;).

Bis zum nächsten Mal,
Kerstin :)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Review: 4:50 from Paddington (Agatha Christie)

Die nächste Review ist vor allem für diejenigen, die während der letzten sechs Jahre mit mir in der coolsten Klasse unserer Stufe (D) waren und verstehen, warum ich gerade über dieses (englische) Buch schreibe :).
Dazu muss allerdings gesagt werden, dass ich in der Krimi-Szene nicht so bewandert bin, mit anderen Worten: Wenn es den Anschein erweckt, als würde ich nicht wissen worüber ich grade schreibe, dann ist das auch meistens so ;). Egal, nobody's perfect!





Im vorbeifahrenden Zug glaubt Elspeth McGillicuddy, einen Mord beobachtet zu haben. Niemand will ihr Glauben schenken, zumal sie den Täter nur von hinten gesehen hat und es auch keine Leiche gibt. Da trifft es sich gut, dass Elspeth eine Freundin von Hobbydetektivin Miss Jane Marple ist, die natürlich sofort selbst nachforscht. Sie vermutet, dass Familie Crackenthorpe, deren Anwesen praktisch direkt neben der Bahnlinie liegt, etwas damit zu tun hat, woraufhin sie ihre Freundin Lucy Eyelsbarrow als Haushaltshilfe ins Anwesen einschleust.
Schnell wird klar, dass Miss Marple mit ihrer Vermutung goldrichtig liegt...

Beim Weiterlesen gilt wie immer ein eventueller

!SPOILER-ALARM!

1.)
Das Buch war letztes Schuljahr eine unserer beiden Englisch-Lektüren (die andere war "The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian"). Und da ich von der ersten nicht allzu begeistert war, konnte es bei der zweiten nur besser werden ;). Dementsprechend waren meine Erwartungen an "4:50 from Paddington" auch nicht exorbitant hoch, was vielleicht ganz gut war ;).
Egal, während ich gelesen habe, fand ich das Buch eigentlich ganz in Ordnung, dafür, dass es sich hierbei um einen Krimi handelt.

2.)
Das ist jetzt ein Punkt, den ich an den meisten Krimis kritisiere: die meiner Meinung nach fehlende Spannung. Die Mordszene am Anfang war okay, aber danach kam halt wahnsinnig viel langweiliges Gelaber (trotzdem nicht so schlimm wie bei der anderen Lektüre) und die Schlussszene war wieder ein Lichtblick. Dazwischen wurde die ganze Familiengeschichte aufgedröselt, und wäre das nicht gewesen, hätte das Buch nur 3 Seiten, nämlich die, auf denen mal was passiert ist, aber wie gesagt, das stört mich nicht nur hier. Ich lese viel lieber Thriller als Krimis, einfach weil diese spannender sind und zwar das ganze Buch durch. Bei Krimis geht es immer nur um die Detektiv- oder Polizeiarbeit und, wie schon gesagt, Familiengedöns...schnarch (meine Meinung).

3.)
Apropos Familiengeschichte:
Ich war mit der Anzahl der Charaktere leicht überfordert und hatte teilweise keine Ahnung, wer jetzt wen und warum enterbt hatte (zumal mir das auch meist recht egal war). Außerdem hatte ich irgendwie Schwierigkeiten, mich für einen Lieblingscharakter zu entscheiden, aber ich hasse die meisten (außer Mrs McGillicuddy) auch nicht, keine Ahnung, es war so...ich suche nach Worten...distanziert geschrieben... 

Fazit:
Im Ernst, ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll. Besser als "The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian" war es auf jeden Fall und das Englisch war gut zu verstehen aber ich bin mir nicht sicher, ob ich "4:50 from Paddington" noch einmal lesen würde, geschweige denn irgendein anderes Buch von Agatha Christie...kann ja sein, dass jetzt eine meiner Bildungslücken geschlossen ist, aber wenn ich dieses Buch je wieder in die Hand nehme, dann nur um mich an meine (überaus coole) Zeit in der Zehnten zu erinnern.


** 
Übrigens:
An die ehemalige 10d (jetzt verteilt auf verschiedene Stammgruppen der KSI): Wir waren schon 'ne "klasse Klasse" ;).

Bis dann,
Kerstin :)