Montag, 27. Oktober 2014

Review: Divergent (Veronica Roth)

Nach meinen Erfahrungen mit City of Bones oder auch mit "Die Tribute von Panem" war ich nicht so begeistert von der Idee, mir "Divergent" (dt. "Die Bestimmung"), also noch mehr Mainstream-Jugendliteratur, reinzuziehen. Dann hat eine Freundin von mir mich gewissermaßen dazu gezwungen und was dabei herausgekommen ist, nunja, hier kommt's:



"Divergent" spielt im Chicago der Zukunft. Die Gesellschaft ist aufgeteilt in 5 verschiedene "Factions" (dt. Fraktionen): "Abnegation" (dt. Altruan), "Amity" (dt. Amite), "Candor", "Dauntless" (dt. Ferox) und "Erudite" (dt. Ken). Diese Fraktionen stellen jeweils unterschiedliche Charakterzüge und Werte (Selbstlosigkeit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Mut, Intelligenz) an oberste Stelle und richten ihr Leben danach aus.
Die 16-jährigen in dieser Gesellschaft, zu denen auch Beatrice Prior gehört, müssen sich einem Eignungstest unterziehen, der sagen soll, welche Fraktionen am Besten zu ihnen passt, und sich am Tag danach für eine entscheiden. Der Test gibt im Idealfall nur ein eindeutiges Ergebnis, bei Beatrice allerdings nicht, bei ihr gibt es drei ("Abnegation", "Dauntless", "Erudite"). Menschen wie sie werden "Divergent" (dt. Unbestimmte) genannt und dürfen unter keinen Umständen ihre Identität preisgeben, da sie anscheinend eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Beatrice entscheidet sich, in der Hoffnung, dort sicher zu sein, für Dauntless, wo sie sich durch eine harte Initiation kämpfen muss.

Wie immer ab hier:


!SPOILER-ALARM!

1.)
Tris hat mich am Anfang ziemlich an Katniss von "Die Tribute von Panem" erinnert; das lag allerdings vielleicht einfach nur daran, dass ich mir bei der Erzählperspektive (Ich-Erzähler, Präsens) schon gedacht habe: "Um Gottes Willen, nicht schon wieder!"
Auf jeden Fall war das eine unbegründete Sorge, denn es hat sich herausgestellt, dass Tris überaschenderweise ein weiblicher (Haupt-)Charakter ist, den ich nicht auf den Scheiterhaufen werfen möchte! Um bei dem Vergleich mit Katniss zu bleiben, die finde ich weitaus nerviger und mich hat es mittelmäßig angekotzt, dass sie ab der Hälfte des zweiten Bandes nur noch in Selbstmitleid gebadet hat, was bei Tris absolut nicht so war, und das die ganze Trilogie durch (die kleine Episode mit Will lassen wir mal außen vor).
Außerdem fand ich ihre Entwicklung spannend, zumal sie ja eigentlich (glücklicherweise, kann man sagen) in keine der Fraktionen so richtig hineinpasst. Trotzdem hat sie es irgendwie geschafft, zu den Dauntless dazuzugehören, zumindest bis alles aus dem Ruder lief und in totales Chaos ausgebrochen ist (Dankeschön, Erudite).

2.)
Zu Four kann ich nicht viel sagen, er hat mich jetzt nicht gestört, aber wirklich positiv aufgefallen ist er meiner Meinung nach auch nicht (liegt wahrscheinlich daran, dass ich ausnahmsweise nicht krampfhaft versucht hab', die Hauptperson zu verdrängen...). Aber ich muss unbedingt darauf hinweisen, dass mein ganzes Gerate über seine Person (richtiger Name, "Divergent", Spitzname) komplett richtig war :), weswegen ich jetzt total stolz auf mich bin ;). Japp, das hat mein Ego gepusht ;).

3.)
Am Anfang dachte ich, ich hätte es mit einer Mischung aus "Die Tribute von Panem" und "Harry Potter" zu tun, wofür ich mich jetzt beim Buch und der Autorin entschuldigen möchte. Vergleiche mit anderen Büchern wären nicht gerechtfertigt, weil "Divergent" für sich alleine gut ist :). Außerdem, wenn wir mal ehrlich sind, kann man jedes Buch so drehen und wenden, dass man es mit "Harry Potter" vergleichen kann...
Allerdings war es am Anfang für mich etwas schwer, mich zurechtzufinden, ich hätte zum Beispiel gerne gewusst, wie die Fraktionen überhaupt entstanden sind oder Ähnliches, wobei das eher irrelevant ist, weil sich in Teil 3 "Allegiant" alles aufdröselt und man alles irgendwie nachvollziehen kann. Mein Orientierungsproblem war allerdings auch schon in Teil 1 so ab Kapitel 6 ungefähr nicht mehr so problematisch, weil ja genug anderes passiert ist, sodass ich mir über den Zaun, die Fraktionen und die Außenwelt weniger Sorgen gemacht habe; aber wie gesagt, wer an der Trilogie dran bleibt, versteht irgendwann alles.

4.)
Das Ende war einfach klasse. Ich war gerade so schön in meinem Lesefluss, Friede-Freude-Eierkuchen, Aufnahme geschafft, alles wunderbar...oder halt auch nicht. Das Ende hat nochmal zusätzlich Action reingebracht und es sind recht viele Leute gestorben (meist erschossen), demnach habe ich fast vergessen, dass noch zwei sicherlich nicht weniger friedliche Bücher folgen. Und ich finde es gut, dass Veronica Roth ihre Charaktere nicht allzu zärtlich behandelt, es gibt Bücher von anderen Autoren, denen es gut tun würde, wenn mal jemand sterben würde, weil sonst einfach die ganze Spannung draußen ist und das ist hier sicher nicht passiert. 

Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Ohne Spaß, ich liebe es :). Ich danke meiner Freundin, dass sie mich gezwungen hat, "Divergent" zu lesen. Das Konzept mit den Fraktionen ist auf jeden Fall originell und außerdem bringt es den Leser dazu, darüber nachzudenken, was wichtig ist und was den Menschen ausmacht und das verpackt in so einer actiongeladenen Story: Daumen nach oben!

*****

Übrigens:
Von "Divergent" kann ich die Verfilmung nur empfehlen, zumal Tris von Shailene Woodley gespielt wird, einer der drei Schauspielerinnen, die ich mag ;).

Bis zum nächsten Mal,
Kerstin :)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Review: 4:50 from Paddington (Agatha Christie)

Die nächste Review ist vor allem für diejenigen, die während der letzten sechs Jahre mit mir in der coolsten Klasse unserer Stufe (D) waren und verstehen, warum ich gerade über dieses (englische) Buch schreibe :).
Dazu muss allerdings gesagt werden, dass ich in der Krimi-Szene nicht so bewandert bin, mit anderen Worten: Wenn es den Anschein erweckt, als würde ich nicht wissen worüber ich grade schreibe, dann ist das auch meistens so ;). Egal, nobody's perfect!





Im vorbeifahrenden Zug glaubt Elspeth McGillicuddy, einen Mord beobachtet zu haben. Niemand will ihr Glauben schenken, zumal sie den Täter nur von hinten gesehen hat und es auch keine Leiche gibt. Da trifft es sich gut, dass Elspeth eine Freundin von Hobbydetektivin Miss Jane Marple ist, die natürlich sofort selbst nachforscht. Sie vermutet, dass Familie Crackenthorpe, deren Anwesen praktisch direkt neben der Bahnlinie liegt, etwas damit zu tun hat, woraufhin sie ihre Freundin Lucy Eyelsbarrow als Haushaltshilfe ins Anwesen einschleust.
Schnell wird klar, dass Miss Marple mit ihrer Vermutung goldrichtig liegt...

Beim Weiterlesen gilt wie immer ein eventueller

!SPOILER-ALARM!

1.)
Das Buch war letztes Schuljahr eine unserer beiden Englisch-Lektüren (die andere war "The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian"). Und da ich von der ersten nicht allzu begeistert war, konnte es bei der zweiten nur besser werden ;). Dementsprechend waren meine Erwartungen an "4:50 from Paddington" auch nicht exorbitant hoch, was vielleicht ganz gut war ;).
Egal, während ich gelesen habe, fand ich das Buch eigentlich ganz in Ordnung, dafür, dass es sich hierbei um einen Krimi handelt.

2.)
Das ist jetzt ein Punkt, den ich an den meisten Krimis kritisiere: die meiner Meinung nach fehlende Spannung. Die Mordszene am Anfang war okay, aber danach kam halt wahnsinnig viel langweiliges Gelaber (trotzdem nicht so schlimm wie bei der anderen Lektüre) und die Schlussszene war wieder ein Lichtblick. Dazwischen wurde die ganze Familiengeschichte aufgedröselt, und wäre das nicht gewesen, hätte das Buch nur 3 Seiten, nämlich die, auf denen mal was passiert ist, aber wie gesagt, das stört mich nicht nur hier. Ich lese viel lieber Thriller als Krimis, einfach weil diese spannender sind und zwar das ganze Buch durch. Bei Krimis geht es immer nur um die Detektiv- oder Polizeiarbeit und, wie schon gesagt, Familiengedöns...schnarch (meine Meinung).

3.)
Apropos Familiengeschichte:
Ich war mit der Anzahl der Charaktere leicht überfordert und hatte teilweise keine Ahnung, wer jetzt wen und warum enterbt hatte (zumal mir das auch meist recht egal war). Außerdem hatte ich irgendwie Schwierigkeiten, mich für einen Lieblingscharakter zu entscheiden, aber ich hasse die meisten (außer Mrs McGillicuddy) auch nicht, keine Ahnung, es war so...ich suche nach Worten...distanziert geschrieben... 

Fazit:
Im Ernst, ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll. Besser als "The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian" war es auf jeden Fall und das Englisch war gut zu verstehen aber ich bin mir nicht sicher, ob ich "4:50 from Paddington" noch einmal lesen würde, geschweige denn irgendein anderes Buch von Agatha Christie...kann ja sein, dass jetzt eine meiner Bildungslücken geschlossen ist, aber wenn ich dieses Buch je wieder in die Hand nehme, dann nur um mich an meine (überaus coole) Zeit in der Zehnten zu erinnern.


** 
Übrigens:
An die ehemalige 10d (jetzt verteilt auf verschiedene Stammgruppen der KSI): Wir waren schon 'ne "klasse Klasse" ;).

Bis dann,
Kerstin :) 

Dienstag, 30. September 2014

Was geht bei mir schief?! :D

Diese Frage stelle ich mir im Moment des Öfteren beim Lesen. Warum? Naja, sagen wir einfach, ich spinne ein bisschen und lese wirklich alles mögliche, auch Bücher, von denen ich noch nie was gehört habe oder welche, die ich eigentlich nie lesen wollte...aber von Anfang an.

1. Was ich eigentlich nie lesen wollte
"City of Heavenly Fire" (Cassandra Clare):
Wer meinen Post über City of Bones gelesen hat, wird gemerkt haben, dass ich davon jetzt nich' soooo begeistert war. Dementsprechend hatte ich also vor, die Reihe "Chroniken der Unterwelt" nicht weiter zu verfolgen. Dann habe ich "City of Bones" meiner besten Freundin ausgeliehen, die daraufhin Band 1-3 im Schuber gekauft hat...ergo habe ich dann Band 2 "City of Ashes" gelesen und das Drama nahm seinen Lauf. Ich fand die Bücher trotzdem nicht gut und hab' sie im Prinzip nur wegen (Spoiler) Magnus und Alec, meinen Lieblingscharakteren gelesen. Das Problem dabei: Die Sch***bücher machen süchtig! Und jetzt habe ich also entgegen meiner Erwartungen und entgegen meiner Vorsätze die Reihe beendet und mir selbst "Die Chroniken des Magnus Bane" gekauft...daher ein "Shame on myself".



2. Was mich zu einem besonders merkwürdigen Menschen macht 
"Die Kunst des Liebens" (Erich Fromm):
Normale Menschen lesen Bücher wie das in Beispiel 1. Ich lese, wie andere Menschen, die übrigens schon tot sind, darüber philosophieren, wie man die Fähigkeit erwirbt, andere und sich selbst lieben zu können. Solche Sätze und noch längere finden sich in diesem Buch haufenweise, außerdem fühlen sich zehn Seiten an wie dreißig (Minimum!), und das Seltsamste: Es stört mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil, ich kann einfach drauf los lesen und bin von Fromms Thesen derart fasziniert, dass ich alles vergesse (zum Beispiel auch, an welchem Bahnhof ich aussteigen muss). Und wenn ein Buch das schafft, sagt das schon einiges über die Qualität aus. Dafür zwar kein "Shame on myself", aber ein "Ich bin ein Freak und stolz drauf!" :).




3. Wovon ich noch nie gehört habe
"Alle Lord Peter Stories" (Dorothy Sayers):
Das Buch ist mehr durch Zufall in meinen "Besitz" gelangt. Es ist nämlich bei BookCrossing registriert (deshalb der gelbe Sticker). Was das bedeutet? Im Großen und Ganzen heißt das: Jemand lässt ein Buch irgendwo liegen (vorzugsweise da, wo Menschen sind...) und jemand anderes nimmt es dann mit, um es später selbst woanders liegen zu lassen. Die liegengelassenen Bücher haben eine Nummer, mit der man sie auf der Website, deren Link weiter oben ist, suchen kann. Dann kann man im Forum kommentieren, wo und wann man das Buch gefunden hat und so lässt sich herausfinden wo das jeweilige Buch in der Weltgeschichte herumreist.
Gefunden habe ich dieses Exemplar in der Schule auf einem Tisch in der Aula, und weil ich ein herrenloses Buch nicht einfach liegenlassen kann (ich ahne Schlimmes, wenn ich es wieder "freilassen" muss *schnief*), habe ich es mitgenommen. Keine Ahnung, worum es geht, aber da Wörter drinstehen in einer Sprache, die ich verstehe, werde ich es auf jeden Fall lesen...


So gesehen bin ich nicht nur deshalb merkwürdig, weil ich das Geschriebene Wort in Form von Papier auf mich wirken lasse (was heutzutage traurigerweise immer seltener vorkommt), sondern auch, weil ich die unmöglichsten (sowohl für mich als auch für andere) Bücher lese. Aber wie gesagt, ich bin stolz drauf! :D

Bis zum nächsten Mal :),
Kerstin

Samstag, 30. August 2014

Review: Mein Weg zu Dir (Nicholas Sparks)

Hallöööchen mit öööchen :)
Heute kommt Review Nummer 2. "Mein Weg zu Dir" habe ich eigentlich nur gelesen, weil vorne ganz groß in rot "NICHOLAS SPARKS" drauf steht. Normalerweise kann man mich mit kitschigen Liebesschnulzromanen dreimal um die Welt jagen (wer meine Sportnoten kennt, weiß, dass DAS echt 'ne Leistung ist...). Aber Nicholas Sparks...egal jedenfalls kommt jetzt meine Meinung :):




Mit siebzehn Jahren haben Dawson und Amanda sich ineinander verliebt. Dawsons Familie ist in der kleinen Stadt, in der sie leben, für eine gewisse Tendenz bekannt, wegen Prügeleien, Mord oder Totschlag im Gefängnis zu landen, weswegen Amandas Eltern von der Romanze nicht allzu begeistert waren. Das und die Tatsache, dass Amanda nach der Highschool auf's College gegangen ist, haben dazu geführt, dass die Beziehung nach einem Jahr beendet wurde. 25 Jahre später stirbt ihr gemeinsamer Freund Tuck, die Folge: Dawson und Amanda fahren zurück in die Kleinstadt und sehen sich wieder. Beide haben in der Zwischenzeit einiges an Schicksalsschlägen wegstecken müssen und ein Wiederaufnehmen der Beziehung scheint unmöglich.

Ab jetzt wieder:


!SPOILER-ALARM!

1.
Mittlerweile ist Nicholas Sparks, glaube ich, an einem Punkt angelangt, an dem die Kreativität nachlässt und er anfängt, sich selbst zu kopieren. Die Story war anfangs praktisch identisch mit, Vorsicht Spoiler, "Wie ein einziger Tag" und gegen Ende ging es in Richtung, Vorsicht Spoiler, "Weit wie das Meer". Aber solange Sparks Plagiate von sich selbst hat, ist das in Ordnung, außerdem, was will man erwarten, wenn er ausschließlich Liebesromane schreibt?? Und zumindest ein origineller Einfall war drin, Stichwort Transplantation ;), sowieso glaube ich eh nicht, dass irgendwer seine Bücher wegen der kreativen Plots liest ;).

2.
Dass die Bücher alle ähnlich sind, führt allerdings auch dazu, dass sich vor allem bei den Hauptcharakteren viele Ähnlichkeiten finden lassen. Die Tatsache, dass "er" einen einzigen Dreckhaufen als Leben hat, was er aber nicht weiß, bis "sie" auftaucht, ist ein Beispiel dafür. Kam nämlich auch schon bei, Vorsicht Spoiler, "Wie ein einziger Tag", "Weit wie das Meer" oder auch "Das Leuchten der Stille" vor, und bei vielen mehr. Deswegen sage ich dazu auch nicht mehr.

3.
Dennoch habe ich auch hier Lieblingscharaktere: Zum einen Dawsons Cousins, nicht, weil ich mit ihnen sympathisiere, sonder viel eher, weil ihre dermaßen bescheuerte Logik mich die ganze Zeit zum Lachen gebracht hat :D. ...Na gut, auch deshalb, weil sie einfach alles abschlachten, was ihnen nicht in den Kram passt. Radikalmethode, so klappt's auch ;D. Zum anderen fand ich den Geist, der Dawson immer wieder erschienen ist, sehr interessant. Der war ja so etwas wie ein Schutzengel (hat am Ende zwar nicht viel gebracht, aber was soll's?!), wobei ich trotzdem noch am Rätseln bin, was er eigentlich genau in dem Buch verloren hat. Vielleicht, um noch eine übersinnliche, mysthische Komponente reinzubringen, wer weiß... Jedenfalls zähle ich ihn deshalb zu meinen Lieblingscharakteren, weil er nichts gesagt hat, sondern einfach nur da war, das fand ich irgendwie cool ;).

4.
Was "Mein Weg zu Dir" aber von allen anderen Sparks-Büchern unterscheidet, ist, dass ich etwas mit dem Titel anfangen kann. Normalerweise haben die englischen Ausgaben unglaublich gute und vor allem passende Titel, die deutschen wiederum nur irgendwelche Wortkombinationen, die sich romantisch anhören, bei denen ich mich oft frage, was sie mit dem Buch zu tun haben. Dieses Mal musste ich zwar auch ein wenig rätseln, weil ich versucht habe, herauszufinden, welcher "Weg" und welches "Dir" gemeint sind. Ich bin übrigens zu dem Schluss gekommen, dass Dawson durch die Organspende seinen Weg zu Amanda gefunden hat (was ein Ding der Unmöglichkeit war, denn Amanda hat natürlich geheiratet...).

Fazit:
Wie schon gesagt, ein typisches Nicholas-Sparks-Buch. Finde ich aber nicht so tragisch, erstens wusste ich ja, worauf ich mich einlasse, zweitens lese ich ganz gern Nicholas Sparks, einfach aus dem Grund, dass ich dabei nichts denken muss. Ich meine, ich würde auch dieses Buch nicht UNBEDINGT empfehlen aber es ist gut, gar keine Frage. Deshalb gebe ich guten Gewissens:

****

Übrigens:
In den USA kommt die Verfilmung am 17. Oktober 2014 in die Kinos. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den Film zu sehen kriegen und ich bin gespannt...

So, das war's heute von mir :). Bis dann und viel Spaß beim Lesen :)
Kerstin :)

Donnerstag, 28. August 2014

Review: Chroniken der Unterwelt - City of Bones (Cassandra Clare)

Kommen wir also zu meiner ersten Review (ich gebe am Ende Sternchen von 1 - 5):
Ich bin echt spät dran mit dem Buch, hab's zufällig gefunden und gedacht, dass ich es mal lesen könnte, zumal "Chroniken der Unterwelt" ja jetzt eine DER Buchserien für Jugendliche ist... Nunja, jedenfalls ist "City of Bones" Band 1 dieser Reihe und hier also meine Meinung dazu:




In "City of Bones" geht es um die fast 16-jährige Clary, die herausfindet, dass sie von einer monsterschlachtenden Elite-Einheit, den sogenannten Schattenjägern abstammt. Nachdem ihre Mutter entführt wird und sie nicht mehr weiß, wo sie hinsoll, wird sie im "Institut", das unter anderem von den erfahrenen Schattenjägern Jace, Isabelle und Alec bewohnt wird, aufgenommen. Die vier Jugendlichen suchen nach Hinweisen, die sie zu Clarys Mutter Jocelyn führen und stoßen dabei auf Begriffe wie "Kelch der Engel", "Engelsinsignien" und "Valentin". Was diese Begriffe miteinander zu tun haben, und warum Clary nie gesagt wurde, wer sie wirklich ist, gilt es nun herauszufinden.

So viel zum Inhalt, ab jetzt gilt offiziell:


!SPOILER-ALARM!

1.
Keine Ahnung, woran es liegt, aber generell gefallen mir weibliche Charaktere in Büchern, Filmen, Serie, etc. eher weniger gut, ist halt so... Deshalb war es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich Clary und Isabelle nicht mochte (im Ernst, ich habe Izzy nur toleriert, weil sie so herrlich zickig sein kann) und solange ich sie nicht noch weniger mag als Katniss aus "Die Tribute von Panem" ist alles im Rahmen.
Jace wiederum gefiel mir am Anfang ziemlich gut, er hat immer irgendwelche lustigen Sprüche drauf und ist so arrogant, dass es fast traurig ist :'). Aber ich mochte ihn mit zunehmender Seitenzahl immer weniger (mittlerweile habe ich es bis "City of Lost Souls", Band 5, geschafft) und jetzt hasse ich ihn nicht direkt aber er geht mir halt wahnsinnig auf den Keks.
Meine absoluten Lieblingscharaktere sind bei den "Chroniken der Unterwelt" mit Abstand Alec und Magnus. Magnus ist der oberste Hexenmeister von Brooklyn und dermaßen stockschwul, dass es eigentlich unmöglich scheint, dass er und Alec zusammenpassen, zumal Alec eher zurückhaltend ist, und seine Kommentare, wenn vorhanden, meist zynische und sarkastische Bemerkungen sind (was ich übrigens total witzig finde). Und Magnus ist nunmal eher...naja...exzentrisch (vorsichtig formuliert). Dennoch bin ich überzeugte Malec-Verfechterin und die beiden sind der einzige Grund, warum ich die Reihe weitergelesen habe ;).

2.
Ich finde, Clarys Erinnerungslücken hätten etwas mehr Beachtung verdient, zumal das Buch auch "City of Bones" heißt und das, was in der City of Bones passiert, nichts weiter als ein Versuch ist, Clarys Erinnerungen zurückzuholen. Das ging aber im Rest vom Buch, das, wie ich finde, ein wenig überladen ist, unter, was die Namensgebung irgendwie willkürlich erscheinen lässt.

3.
Der gesamte Plot, so überladen die einzelnen Szenen auch sind, wirkt irgendwie unzusammenhängend. Klar, dadurch kommt wahnsinnig viel Action rein, aber so viel hätte es gar nicht gebraucht. Hätte sich Cassandra Clare ein bisschen mehr um Clarys Gedächtnis gekümmert, hätte ich mir diesen Punkt auch sparen können...und der Titel hätte besser gepasst.

4.
Das Ende war richtiger Käse, zumal kein Leser ihr abkauft, dass Jace und Clary Geschwister sind, glaube ich. (Spoiler-Alarm "City of Glass": Sind sie auch nicht.)
Aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie dann für Teil 2 und 3 fast keinerlei Handlung gehabt hätte, sei diese Sünde verziehen (nicht dass Teil 2 besonders viel Handlung gehabt hätte...).

Fazit:
Ich will ehrlich sein, ich finde das Buch nicht wirklich gut, aber man muss Cassandra Clare zugute halten, dass "City of Bones" sehr einfach und auch ziemlich angenehm geschrieben ist. Also halten wir fest: Schreibstil - gut, Handlung - ...ausbaufähig...
Und, wie gesagt, ich habe nur wegen Magnus und Alec weitergelesen, den einzigen Charakteren (neben, Vorsicht Spoiler, Sebastian), die sie wirklich gut hingekriegt hat.
Empfehlen würde ich es glaub' ich nicht, aber ich würde auch niemandem abraten "City of Bones" zu lesen.

**

Übrigens:
Wovon ich aber unbedingt abraten würde, ist, sich die Filmadaption anzusehen. Die finde ich nämlich wirklich unter aller Kanone...

Bis dann,
Kerstin :)