Samstag, 11. April 2015

Buchverfilmung: Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Ich habe bestimmt schon einmal erwähnt, dass ich nicht der größte Fan der Buchreihe "Die Tribute von Panem" bin, wobei ich die allgemeine Thematik echt interessant und gut umgesetzt finde ;). Trotz der Tatsache, dass ich den Schreibstil und die Darstellung der Charaktere in den Büchern verbesserungswürdig finde, habe ich jedes einzelne gelesen und mir bisher jeden Film im Kino angeschaut. Schon den ersten fand ich recht gut, warum, seht ihr weiter unten ;).


Titel (Original): Die Tribute von Panem - The Hunger Games (The Hunger Games)
Originalsprache: Englisch
Produktionsland: USA
Laufzeit: ca. 142 min.
FSK: ab 12
Regie: Gary Ross
Cast (Rolle): Jennifer Lawrence (Katniss), Josh Hutcherson (Peeta), Liam Hemsworth (Gale), Woody Harrelson (Haymitch), Elizabeth Banks (Effie), Stanley Tucci (Caesar Flickerman), Donald Sutherland (Präsident Snow), Lenny Kravitz (Cinna)

Inhalt:
Panem ist das, was nach Naturkatastrophen von der Welt übrig ist. Hierbei handelt es sich um einen dystopischen Staat, der auf dem Gebiet der heutigen USA liegt. Die Gesellschaft ist stark gespaltet, auf der einen Seite gibt es das Capitol und die Distrikte, die um das Capitol herum liegen. Sie genießen Reichtum und Wohlstand. Auf der anderen Seite gibt es die äußeren Distrikte, die um ihr Überleben kämpfen müssen. Daher gab es vor einiger Zeit einen Aufstand dieser armen Distrikte, der allerdings vom Capitol gestoppt wurde. Seitdem werden jedes Jahr aus jedem Distrikt zwei Jugendliche (ein Junge, ein Mädchen) ausgelost, um an den Hungerspielen, einer Art Gladiatorenkampf auf Leben und Tod, teilzunehmen.
Als Katniss' Schwester Prim gleich bei ihrer ersten Teilnahme ausgelost wird, meldet sich die 16-jährige freiwillig, um ihre Schwester zu beschützen. Jetzt müssen sie und der männliche Teilnehmer Peeta sich mit der Hilfe ihres Mentors Haymitch, seinerseits ehemaliger Sieger, im Capitol auf die Spiele vorbereiten...

Für die, die den Film nicht kennen und nicht gespoilert werden wollen:


!SPOILERALARM!

1.)
Ich finde, dass dieser Film eine der besten Bestzungslisten überhaupt hat. Alle Schauspieler sind großartig und passen auf ihre Rolle, wie die Faust auf's Auge ;). Besonders hervorheben möchte ich hierbei Elizabeth Banks als Effie Trinket, Stanley Tucci als Caesar Flickerman und natürlich Jennifer Lawrence als Katniss Everdeen. Diese drei machen ihren Job fast am besten, das sehe zumindest ich so, vor allem Jennifer Lawrence, die es irgendwie geschafft hat, dass ich Katniss, die ich in den Büchern wirklich unerträglich fand, fast mag ;). Alle anderen Schauspieler sind natürlich auch super und stellen ihre Rollen genauso dar, wie ich es mir gewünscht hatte ;). Die drei gennanten machen das aber, wie gesagt, besonders gut :).

2.)
Wie bei eigentlich jeder Buchverfilmung, gibt es auch hier in der Handlung einige Abweichungen von der Romanvorlage. Diese muss man aber fast mit der Lupe suchen, es sind wenige und wenn, auch nur kleine, die zumindest mich nicht wirklich stören. Die einzige Abweichung, über die man streiten kann, ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass die Mutationen am Ende nicht die Augen der verstorbenen Tribute haben (Buch), sondern schlichtweg Mutationen sind (Film). Das Problem hierbei ist nämlich, dass die Botschaft dabei ist, nochmal die Grausamkeit des Kapitols darzustellen, das quasi die verbliebenen Tribute von denjenigen töten lassen will, die von ihnen umgebracht wurden, als Racheakt oder Ähnliches (noch eine letzte Psychofolter^^). Tatsache ist aber auch, dass diese Grausamkeit schon in fast allen Facetten bereits dargestellt wurde, beziehungsweise wird (in den kommenden Filmen) und, selbst wenn das so gemacht worden wäre, es niemand gemerkt hätte, denn wer achtet schon auf alle Augen?! Eben. Und mal ehrlich, das ist ein winziges Deatil, das fehlt, also alles gut :).

3.)
Ich habe es bestimmt schon einmal gesagt, aber für mich ist ein Film ohne gute Filmmusik nur ein halber Film. Deshalb habe ich mir antrainiert, bei Filmen auch immer auf die Musik zu achten ;). Hier ist die Musik gut, gar keine Frage, vor allem die Hymne Panems, die Intromusik von Caesar Flickermans Fernsehshow oder auch die Musik ganz am Ende, wenn Katniss und Peeta nach Distrikt 12 zurückkehren, alles passt und untermalt das Geschehen ziemlich gut. Mein Problem ist aber, dass die Musik wirklich nur die Begleitung ist (was auch gut so ist), aber eben auch so aufgebaut, das heißt, man kann sie nicht so gut einfach so, ohne den Film anhören, weil sie entweder einfach vor sich hinplätschert oder aus aufeinanderfolgenden Paukenschlägen besteht, die noch irgendwie umspielt werden. Das finde ich etwas schade, da ich gern Filmmusik einfach so anhöre, deshalb gibt's ein Sternchen Abzug, aber nur ein kleines ;).

Fazit:
Die Besetzung ist top, es gibt keine schwerwiegenden Änderungen in der Handlung, die Musik passt immer ganz gut zum Geschehen, ist allerdings nicht wirklich zum normalen Anhören geeignet, trotzdem finde ich den Film aus genannten Gründen wirklich gut und deswegen gebe ich


****

Das war's wieder heute, die nächste Review ist in Arbeit ;)
Bis dahin,
Kerstin :)

Freitag, 3. April 2015

Top 10: Meine absoluten Lieblinge

Heute habe ich mich entschieden, mal wieder eine TopTen zu posten. Diesmal geht es um meine zehn absoluten Lieblingsbücher. Zuerst möchte ich aber klarstellen, dass sich manche Bücher hier nur deshalb nicht finden, weil diese TopTen eben nur ein Ausschnitt aus der Liste meiner Lieblingsbücher ist, das heißt, diese geht nach der zehn noch mindestens bis dreißig weiter ;). Meine zehn Lieblinge setzen sich aus Klassikern aber auch vielen modernen Büchern zusammen, aber seht selbst:


10. "Wie ein einziger Tag" (Nicholas Sparks)
Obwohl ich eigentlich so gar nicht auf kitschige Liebesschnulzen stehe, bin ich totaler Fan von Nicholas Sparks. Ich liebe es einfach, wie er erzählt und das hat mich schon bei einigen Büchern zum Heulen gebracht ;). Außerdem sind seine Bücher so einfach und schön zu lesen :). Sein bestes ist aber auf jeden Fall "Wie ein einziger Tag". Ich habe es einmal in einer Präsentation für die Schule (Thema Liebesliteratur, wie passend) behandelt, erstens weil es einer der bekanntesten zeitgenössischen Liebesromane ist, zweitens weil ich so einen Grund hatte, es immer und immer wieder zu lesen ;). Ich finde "Wie ein einziger Tag" jedes Mal super und mitreißend, dafür also einen fetten Daumen-nach-oben ;)!


09. "Viel Lärm um Nichts" (William Shakespeare)
Gut, kein Roman, sondern ein Theaterstück, aber trotzdem eines meiner Lieblingsbücher. Ich liebe Shakespeare und dieses Drama ist für mich etwas Besonderes, weil ich es zusammen mit meiner Theater-AG aufgeführt habe und es wahnsinnig Spaß gemacht hat. Das Coole ist aber vor allem, dass jedes Mal, wenn ich jetzt wieder einen Blick hineinwerfe, die Charaktere nicht einfach nur Charaktere sind, sondern ich kann sie mit Personen verbinden, die ich kenne und die einfach perfekt zur Rolle passen. Außerdem war das ein sehr unterhaltsames Theaterjahr ;).


08. Die Bibel
Na gut, soooo religiös bin ich jetzt auch nicht, aber hierbei geht es mir auch nicht zwangsläufig nur um irgendwelche Glaubensfragen oder ähnliches, sondern auch darum, dass man in der Bibel alle möglichen Arten von Geschichten finden kann und für jeden irgendwie irgendwas dabei ist. Es gibt Krimis, Liebesgeschichten, sogar ein bisschen Fantasy und Philosophie. Und wegen dieser unglaublichen Vielseitigkeit und weil sie einfach DER Klassiker schlechthin ist, Platz acht auf meiner TopTen :).

(Das sieht deshalb so ramponiert aus, weil ich es ein paar Wochen immer im Rucksack transportiert habe ;D.)


 
07. "Das Parfum" (Patrick Süskind)
"Das Parfum" fand ich schon immer super, vor allem weil es kein Roman ist wie jeder andere mit Liebesgeschichte und Happy End und allem drum und dran. Der Protagonist ist einfach widerwärtig und pervers und das Ende total krank. Ich finde es also großartig! :) Dazu kommt noch, dass es in der neunten(?) Klasse eine unserer Lektüren war, und ich das Buch immer noch lesen kann ;). Im Ernst, bei Schullektüren muss man echt vorsichtig sein ;)...


06. "Artemis Fowl" (Eoin Colfer)
Da muss ich, glaube ich nicht mehr viel zu sagen. Ich liebe die Reihe und ganz besonders deren Auftakt. Mir gefallen der Schreibstil, die Charaktere, die Handlung und vor allem jetzt, da ich die ganze Reihe gelesen habe, die beginnende Entwicklung :).

(Die Filmausgabe war die günstigste!!! :D)
05. "Percy Jackson - Diebe im Olymp" (Rick Riordan)
Ich hab's vermutlich schonmal erwähnt, aber ich liebe(!) die "Percy Jackson"-Reihe! Angefangen hat das 2010, als ich den Film im Kino gesehen habe (kein Kommentar) und dann mal drauf los gegoogelt und von den (so viel besseren) Büchern erfahren habe. Ich habe also die ersten drei gelesen (innerhalb von drei oder vier Tagen, ich konnte sie einfach nicht weglegen) und war absolut begeistert. Der vierte war das erste Buch, das ich mir auf Englisch selber gekauft habe und seit dem habe ich jedes Jahr auf die jeweilige Fortsetzung (inkl. "Heroes of Olympus"-Reihe) gewartet. Aber natürlich ist der erste der beste und der, den ich am öftesten gelesen habe (neulich musste ich die Seiten mit Tesa wieder zusammenkleben...) ;).


04. "Harry Potter und der Stein der Weisen" (Joanne K. Rowling)
Hier gilt das Gleiche wie oben: Ich liebe die "Harry Potter"-Reihe. Den ersten lese ich so wahnsinnig gerne, weil er mit am besten geschrieben ist (Sorry, Nr 5 geht gar nicht...) und ich es liebe, den ersten Teil einer Reihe mindestens doppelt so oft wie die anderen zu lesen, "Harry Potter" ist da keine Ausnahme ;). (Außerdem ist Hermine hier noch richtig zickig ;D)


03. "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (Joanne K. Rowling)
Tatsächlich mag ich aber von der "Harry Potter"-Reihe den dritten Band am liebsten, sowohl was das das Buch, als auch den Film angeht. Beim Film ist die Begründung ganz einfach: Filmmusik. Die ist, finde ich im dritten mit Abstand am besten und ein Film ist meiner Meinung nach nicht gut, wenn die Musik Schrott ist ;). Beim Buch ist die Begründung etwas schwieriger....irgendwie sticht der dritte heraus, finde ich, außerdem ist hier fast keine richtige Action (und das braucht er auch nicht) und es gibt Trelawney und Sir Cadogan, also....;)


02. "Das Bildnis des Dorian Gray" (Oscar Wilde)
Dieses Buch hat mich einfach nur fasziniert. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum ich mir hieran so einen Narren gefressen habe, aber so ist es. Ich würde gern mehr dazu sagen können, aber ich weiß wirklich nicht, warum ich "Das Bildnis des Dorian Gray" so mag...tut mir leid :/.


01. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (John Green)
Das Krebsbuch, das eigentlich gar kein Krebsbuch ist, weil Krebsbücher doof sind. Das Buch, das mich gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Und das Buch, das ich auf der ganzen Welt am liebsten habe! Ich habe am Anfang den Hype um "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nicht verstehen können, weil Krebsbücher tatsächlich doof sind ;). Aber trotzdem wurde ich neugierig und habe es mir letztes Jahr zum Geburtstag schenken lassen: Gute Entscheidung! Ich war total begeistert und musste sofort meine Lieblingsbücherliste aktualisieren :). Dann habe ich meine beiden besten Freundinnen missioniert, beide trinken jetzt keinen Sekt mehr, sondern "Sterne", mein eigenes Handy sagt: "Es ist eine Metapher.", dementsprechend: mein absolutes Lieblingsbuch!!

Mir ist klar, dass einige nicht einer Meinung mit mir sein werden, da ich "wichtige" Bücher ausgelassen habe, die Bibel für ein paar Leute kein "richtiges" Buch ist, und so weiter und so fort...
Das ist mir aber relativ egal und eigentlich bin ich auch froh, dass meine Meinung so ist und unter Umständen von anderen abweicht, Meinungen sind verschieden und ich hoffe trotzdem, dass meine Erklärungen zumindest ein bisschen dabei helfen, zu verstehen, warum ich die Dinge eben so sehe ;).
Auf jeden Fall bedanke ich mich ganz herzlich für's Lesen und wenn irgendwelche Bücher fehlen oder sonst etwas, einfach auf Facebook beschweren ;).
Das war's für heute, demnächst werde ich aber wahrscheinlich wieder eine Review zu einer meiner Lektüren für's Abi posten ;).
Bis bald,
Kerstin :)

Samstag, 28. Februar 2015

Buchverfilmung: Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Wie ich auf meiner Facebook-Seite schon gesagt habe, habe ich die DVD zum Geburtstag geschenkt gekriegt, worüber ich mich wahnsinnig gefreut habe, weil ich den Film unbedingt sehen wollte, seit ich das Buch gelesen hatte. Also hab' ich ihn auch gleich angeschaut und dann beschlossen, hier nochmal alle Details und meine persönliche Meinung zu posten. Bewertung ist wie immer mit dem Fünf-Sternchen-System :).



Titel (Original): Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth (The Maze Runner)
Originalsprache: Englisch
Produktionsland: USA
Laufzeit: ca. 109 min.
FSK: ab 12
Regie: Wes Ball
Cast (Rolle): Dylan O'Brien (Thomas), Kaya Scodelario (Teresa), Thomas Sangster (Newt), Will Poulter (Gally), Patricia Clarkson (Ava Paige), Aml Ameen (Alby), Ki Hong Lee (Minho), Blake Cooper (Chuck)

Inhalt:
Der 16-jährige Thomas findet sich ohne jegliche Erinnerung an sein eigenes Leben auf einer "Lichtung" wieder, die nur von Jungen in seinem Alter bewohnt ist. Die Lichtung befindet sich in der Mitte eines Labyrinths, aus dem es scheinbar keinen Weg hinaus gibt. Nach Thomas wird nun zum ersten Mal ein Mädchen, Teresa, auf die Lichtung geschickt. Sie soll die Letzte sein, das heißt, es ist jetzt dringend an der Zeit, den Ausgang zu finden...

Ab hier meine eigene Meinung, die nicht ganz spoilerfrei ist, demnach:


!SPOILERALARM!

1.)
Die Besetzung finde ich klasse. Im Ernst, die meisten Charaktere habe ich mir genauso vorgestellt, wie sie im Film dann schließlich auch waren. Bei Thomas Sangster als Newt war ich anfangs etwas skeptisch, ich weiß nicht, irgendwie hatte ich ihn mir nicht so...dünn (?) und muskulöser (oder so...) vorgestellt. Im Laufe des Films hat sich dieser Zweifel aber wieder gelegt.
Ich hege eine starke Abneigung gegen Kaya Scodelario, aber da ich auch eine starke Abneigung gegen Teresa hege, hebt sich das irgendwie wieder auf.
Ganz besonders begeistert war ich von Will Poulter als Gally, der einfach genauso ein widerliches Arschloch war, wie ich es haben wollte und noch ekliger ;).

2.)
So, den Menschen, die das Buch (-> Review) gelesen haben, wird vermutlich aufgefallen sein, dass es einige kleinere und auch größere Abweichungen von der Romanvorlage gab. Beispiele hierfür sind: Thomas kann sich im Film nicht einmal an seinen Namen erinnern, während er das im Buch noch kann; die Umgestaltung des Griewerlochs, sprich keine Schlucht; keine Käferklingen; der Labyrinthcode; Gally stirbt im Buch nicht, im Film anscheinend schon, und so weiter...
Aber komischerweise haben mich fast keine dieser Abweichungen wirklich gestört. Ausnahmen sind: dass ANGST nicht übersetzt wird und WCKD bleibt (wenn es im Buch schon übersetzt wurde, ist es ja wohl nicht so schwer, das im Film auch zu machen, oder?!), Gallys anscheinender Tod (wenn die vorhaben, die anderen Teile auch zu verfilmen, sollten sie ihn am Leben lassen -> Teil drei) und, okay, das klingt jetzt echt pingelig, aber die Gestalt der Griewer (wie riesige Spinnen) stört mich extrem, ich hatte sie mir wie wurmartige Metall-Schleimklumpen vorgestellt und dann kommt so was (und das sag' ich jetzt nicht nur, weil ich Spinnen hasse...).
Jedenfalls waren alle anderen Abweichungen meiner Meinung nach akzeptabel und nachvollziehbar und haben vor allem die Story nicht wirklich verändert. Die meisten der veränderten Details wurden sogar so verändert, dass ihr ursprünglicher Sinn trotzdem erhalten blieb, Stichwort Code.

3.)
Die Handlung hat gegenüber dem Buch nur geringfügig an Spannung verloren, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich ja schon wusste, wie alles später ausgeht... 
Was ich dem Film aber wirklich hoch anrechne ist, dass am Ende der gleiche Cliffhanger wie im Buch benutzt wurde, man die Gruppe also in Sicherheit wiegt, während im ANGST-Hauptquartier ('tschuldigung WCKD...^^) schon Phase zwei der Experimente eingeleitet wird. So hat der Zuschauer gleich eine Überleitung zu Teil zwei und ich würde diesen, wenn ich könnte, sofort ansehen ;).

Fazit:
Zusammenfassend bin ich also mit der Besetzung und der Handlung im Großen und Ganzen zufrieden, weil hier alles ziemlich nah am Buch bleibt. Über einige veränderte Punkte kann ich hinwegsehen, eine kleinere Anzahl empfinde zumindest ich als störend, deshalb ein Sternchen Abzug, sonst finde ich den Film ziemlich gut und ich werde ihn bei Gelegenheit auf jeden Fall nochmal sehen ;). Empfehlenswert ist er auf jeden Fall :).


****

Das war's heute von mir, bis die Tage,
Kerstin :)

Dienstag, 17. Februar 2015

Review: Shades of Grey - Geheimes Verlangen (E. L. James)

Ich ringe gerade mit meinem Gewissen und bin mir echt nicht sicher, ob ich eine Review über "Shades of Grey" schreiben soll, weil ich nicht abschätzen kann, was am Ende rauskommt....egal, ich versuch's trotzdem mal...gelesen hab' ich es, weil ich mir vielleicht den Film ansehen will, vielleicht aber auch nicht (selbes Gewissensdilemma, außerdem soll er recht unspektakulär sein...), und falls ich mich dazu überwinden sollte, will ich wenigstens das Buch vorher gelesen haben. Außerdem hat eine Freundin von mir gemeint, es wäre ganz gut geschrieben, also habe ich beschlossen, mir selbst eine Meinung zu bilden, diese gibt's weiter unten ;).


Die 21-jährige Literaturstudentin Anastasia Steele lernt bei einem Interview für die Studentenzeitung den attraktiven Multimillionär Christian Grey kennen. Die beiden fühlen sich jeweils auf ihre Art vom anderen angezogen und Christian erzählt Ana von seinen sexuellen Neigungen, die nicht jedermanns Sache sind. Er möchte mit ihr eine BDSM-Beziehung führen, also sie zu einer Art Sexsklavin machen. Ana ist sich deswegen sehr unsicher aber weil sie nicht auf Christian verzichten will, willigt sie ein.

Und wieder ein in diesem Fall geringfügig möglicher


!SPOILERALARM!

1.)
Gerade eben habe ich gemerkt, dass es unheimlich schwierig ist, den Inhalt dieses Buches wiederzugeben, denn was bei mir an Handlung hängengeblieben ist, beschränkt sich auf eine recht kleine Menge. Mit anderen Worten: Ich halte es für nicht ratsam, dieses Buch wegen des "kreativen" Plots zu lesen, den gibt es nämlich nicht. Stattdessen gibt es einen Haufen Sexszenen (is' okay bei dem Genre) und eine sich in Selbstmitleid suhlende Ana (das geht wiederum gar nicht)...wem's gefällt...

2.)
Ursprünglich war "Shades of Grey" eine Fanfiction zu "Twilight". Das glaube ich sofort! Ich habe die ganze "Bis(s)"-Reihe gelesen und Christian und Ana unterscheidet nicht viel, wenn nicht nichts von Edward und Bella. Die logische Konsequenz daraus: Christian nervt mich total ("Ich bin gefährlich", "Ich bin total abgefuckt", usw.) und Ana scheint nicht wirklich viel Charakter zu besitzen. Außerdem kommt der Stil von E. L. James dem von Stephenie Meyer sehr nahe, heißt, für eine Fanfiction nicht mal schlecht. Blöd nur, dass ich schon "Twilight" aufgrund der Charaktere und des Schreibstils nicht so wirklich mochte...

3.)
Dieser Punkt zählt gewissermaßen zum Stil dazu und ich habe so etwas ähnliches schon bei der Review zu Endgame kritisiert: nämlich die Häufigkeit gewisser Sätze oder anderer Wortkonstruktionen. Was bei "Endgame" "Das ist Endgame." war, ist hier "Ich spüre seine Erektion...", "meine innere Göttin" oder "seine Zunge [tut dieses und jenes]". Kurz: Das ist mir echt auf die Nerven gegangen!

4.)
Das Ende war verdammt kitschig und meiner Meinung nach etwas überdramatisiert. Außerdem konnte ich es nicht so ganz nachvollziehen, denn im einen Moment war alles gut und dann kam irgendwie ein Bruch. Als hätte die Autorin gemerkt, dass vielleicht bald mal ein Ende nötig wäre. Das, was dabei dann rauskam, war Ana, die sich freiwillig so hart wie möglich von Christian verprügeln lässt und sich dann über die Schmerzen wundert und deshalb Schluss macht. Und das ziemlich abrupt auf den letzten drei Seiten. Ich bin mir nicht sicher, ob da vielleicht jemand versucht hat, einen Cliffhanger zu schreiben oder...ach, ich weiß auch nicht. Schade fand ich auch, dass ab der Mitte bis zum Ende einfach keine anderen Charaktere mehr aufgetaucht sind (Taylor lassen wir mal außen vor), die ich ganz gerne noch einmal gesehen hätte, weil sie mich nicht so genervt haben, wie die Protagonisten. Sprich: Das Ende gefällt mir nicht.

Fazit:
Genau das habe ich vorhin gemeint mit dem "Ich weiß nicht, was dabei rauskommt": Das hört sich jetzt so an, als hätte ich das Buch total sch**** gefunden (naja, ich fand's jetzt auch nicht "gut"), aber ich habe traurigerweise schon Schlimmeres gelesen. Und wie gesagt, wem's gefällt, der soll es lesen. Mir persönlich hat es nicht so gut gefallen, aber ich kann nachvollziehen, warum "Shades of Grey" ein Bestseller ist und so viele Leser fasziniert. Es werden Grenzen überschritten oder gleich ganz über den Haufen geworfen und ich habe auch Respekt vor dem Mut, so etwas zu veröffentlichen. Im Genre der Erotikromane könnte ich zwar eher die "Crossfire"-Reihe von Sylvia Day empfehlen, aber das muss jeder für sich entscheiden ;).


**

Übrigens:
Für die, die es (unwahrscheinlicherweise) noch nicht wissen: Seit Donnerstag läuft die Verfilmung (FSK ab 16) im Kino.
Die "Twilight"-Fanfiction ist unter dem Titel "Master of the Universe" im Netz zu finden (wenn man eine Weile sucht...).

So, das war alles, was ich zu sagen hatte.
Bin schon wieder fleißig am nächsten Buch dran, mal sehen vielleicht schreibe ich darüber.
Bis dahin,
Kerstin ;)

Donnerstag, 12. Februar 2015

Review: Friedhof der Kuscheltiere (Stephen King)

Hallööööchen :),
vor einiger Zeit hat ein Freund von mir mal eine Hypothese aufgestellt: Er war der Meinung, dass jede Person mindestens ein Buch von Stephen King schon einmal gelesen oder zumindest im Regal stehen hat. Nunja, von jeder Regel gibt es auch eine Ausnahme, in diesem Fall: Meine Wenigkeit!! ;) Bis jetzt zumindest. Meine beste Freundin, die mich, wie mir gerade auffällt mit Büchern versorgt wie ein hungriges Hündchen ;), hat mir zwei King-Bücher ausgeliehen: "Friedhof der Kuscheltiere" und "Das Spiel". Ich habe mit "Friedhof der Kuscheltiere" angefangen, einerseits, weil es, denke ich, bekannter ist als das andere, andererseits, weil das Buch eine Filmausgabe ist, das heißt: Es sind ganz viele bunte Bildchen drin ;):


Der Mediziner Louis Creed zieht mit seiner Frau und den zwei Kindern Ellie und Gage von Chicago nach Ludlow in Maine. Dort werden sie von ihrem Nachbarn Jud(son) Crandall in Empfang genommen, der sie ab jetzt immer wieder mit Geschichten über den Ort versorgt. Dazu gehört auch die ein oder andere Geschichte über den Tierfriedhof, der sich hinter dem Anwesen der Creeds befindet. Auf diesem Friedhof begraben viele Kinder ihre Haustiere, und dort kommen auch Louis' Kinder erstmals mit dem Tod in Berührung, als Jud ihn ihnen zeigt. So weit, so gut, merkwürdig wird es erst, als Louis' verstorbener Patient Victor Pascow ihn in einem Traum vor dem Bereich des Waldes hinter dem Tierfriedhof warnt und Familienkater Church von den Toten zurückkehrt, nachdem er eben dort, hinter dem Tierfriedhof begraben wurde...

Wie sonst auch, ab hier:

!SPOILERALARM!

1.)
Ich war echt überrascht. Ich hätte gedacht, dass ich mich auf viele, vor allem grausame Tode und Minimalhandlung einstellen muss. Stattdessen ist es genau andersherum. Gut, die paar Tode, die es gab, waren schon ziemlich brutal, und das Kind mit dem Skalpell war echt heftig, aber vor allem die erste Hälfte war fast "nur" ein harmloser Roman über das Leben einer normalen Familie, mit einigen etwas mysteriöseren und gruseligeren Elementen. Schlimm wurde es so circa nach der Hälfte, als der zweijährige Sohn von einem Laster überfahren wird und Louis und seine Frau jetzt mit ihrer Trauer kämpfen. Ab da wurde es richtig spannend, war das Buch zuvor einfach nur nett zu lesen.

2.)
Ich war am Anfang der festen Überzeugung, dass Jud böse und es nur eine Frage der Zeit wäre, bis er alles und jeden umbringt. Ich weiß nicht, irgendwie hat er auf mich so einen...naja...bösen Eindruck gemacht. Umso interessanter, dass er dann jedoch Gages erstes Opfer wird, naja gut, er war auch irgendwie an allem schuld, aber aktiv getötet hat er nicht ;).
Louis hätte ich regelmäßig am liebsten eine geklatscht. Mal ehrlich, wenn ich schon von einem Toten(!) vor einem Ort gewarnt werde, dann geh' ich da doch nicht extra hin. Und wenn ich dann doch dort war und merke, hoppla, meine Katze ist irgendwie anders als vor ihrem Tod, dann vergrabe ich meinen Sohn doch nicht da. Und wenn doch und dieser dann alles tötet, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, dann mach' ich nicht dasselbe mit meiner Frau!!! Ich meine, geht's noch?! Wie blöd kann man sein?? Na gut, ich hab' ja verstanden, dass er durch seine Trauer verzweifelt und schließlich wahnsinnig wird und es ist schon irgendwie nachvollziehbar, wenn man es nicht gerade rational betrachtet ;).

3.)
Das Ende war einfach der Hammer! Eigentlich ein Mega-Cliffhanger der Extraklasse und ich hätte am liebsten noch so um die 200 Seiten drangehängt, aber neeeeeeiiiiin.....egal das war es, was das Buch noch gebraucht hat. Im Ernst, ich habe gelesen und hatte noch fünf Seiten oder so vor mir und, keine Ahnung, irgendetwas hat gefehlt. Dann habe ich den Epilog gelesen und obwohl das Buch ein Open End hat, war alles irgendwie abgeschlossen und ehrlich gesagt tut es dem allgemeinen Leser vielleicht auch ganz gut, einmal im Dunkeln gelassen zu werden. Dafür also meinen Daumen nach oben ;).

Fazit:
Meiner Meinung nach ist Stephen King ein Meister im Erzählen und vor allem im Darstellen psychischer Verfassungen, so hochgestochen sich das anhört ;). Damit meine ich, dass es mir ziemlich gut gefallen hat, dass die Familie am Anfang ein stinknormales Leben hatte, so harmonisch, dass es fast schon langweilig ist, sich dann aber später in eben dieses Leben immer mehr die Thematik "Tod/Trauer" einnistet, zuerst bei der Arbeit, dann die Katze, ..., nur damit dieses harmonische Familiendasein schließlich durch Trauer zerbricht. Es war einfach spannend, zuzusehen, wie eine ganz coole Person (Louis), schließlich so verzweifelt, dass sie ins Wahnsinnige abdriftet. Also kurz und knapp: "Friedhof der Kuscheltiere" ist absolut genial geschrieben.

*****

Übrigens:
Das muss ich bestimmt eigentlich nicht mehr dazu sagen, aber ich mach's trotzdem ;): 1989 ist die Verfilmung von "Friedhof der Kuscheltiere" erschienen (FSK ab 16). Hab' ich selbst noch nicht gesehen, ist aber geplant ;).

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal,
Kerstin ;)